Schwerarbeit: Manuela Zinsberger hatte im Arsenal-Tor alle Hände voll zu tun

© APA/AFP/POOL/VILLAR LOPEZ

Sport Fußball
08/22/2020

Frauen-Champions-League: Semifinale ohne Österreicherinnen

Arsenal verliert im Viertelfinale gegen Paris St-Germain ebenso mit 1:2 wie Bayern München gegen Olympique Lyon.

Für die Österreicherinnen ist die Champions League seit Samstagabend zu Ende. Bayern München unterlag im Viertelfinale des Finalturniers im spanischen Bilbao dem Pokalverteidiger Olympique Lyon nach großem Kampf mit 1:2 (0:1). Im Halbfinale trifft Lyon am Mittwoch auf Paris Saint-Germain, das die FC Arsenal Ladies mit 2:1 (1:1) bezwang.

Bayern begann sehr defensiv und versuchte das Spiel des Favoriten zeitig zu stören. Das gelang hervorragend. Lyon mit seiner eher unauffälligen deutschen Spielmacherin Dszenifer Maroszan kam im ersten Abschnitt nur höchst selten in den Strafraum der Münchnerinnen, die zumeist mit zwei bis drei Spielerinnen die im Ballbesitz befindliche Gegnerin attackierten und damit Fehler provozierten.

So gab es fast nichts zu tun für Laura Benkarth im Bayern-Tor, die beim Gegentor aber nicht gut aussah. Bei einem Lupfer in den Strafraum löste sie sich zu spät von der Linie, Abwehrspielerin Kristin Demann hatte auf das Herauslaufen der Torhüterin spekuliert, wodurch Nikita Parris relativ ungehindert zum Kopfball kam und zur zu dieser zeit überraschenden Führung vollendete (41.).

Nach der Pause arbeitete das Team von Trainer Jens Scheuer offensiver, was Lyon im Angriff mehr Möglichkeiten gab. Eine davon führte zum 0:2. Lina Magull hatte im Zentrum gefoult, den Freistoß verwandelte Amel Majri sehenswert aus 17 Metern (59.). Die Münchnerinnen kamen durch einen ebenfalls direkt verwandelten Freistoß von Carolin Simon zum Anschlusstreffer (64.). Die Schlussoffensive der Münchnerinnen überstand Lyon mit Cleverness und spielerischer Klasse, Sydney Lohmann hatte in der 79. Minute noch die Chance zum Ausgleich, traf aber nur das Lattenkreuz. Sarah Zadrazil wurde in der 80. Minute eingetauscht, Carina Wenninger saß auf der Bank.

Keine Matchpraxis bei Arsenal

Arsenal hatte gegen die starken Pariserinnen viel Mühe, entsprechend viel bekam auch Torfrau Manuela Zinsberger zu tun. Doch zweimal war sie machtlos: Beim Treffer von Marie-Antoinette Katoto (15.) und beim Tor von Signe Bruun (77.) - die Dänin traf keine drei Minuten nach ihrer Einwechslung. Für Arsenals zwischenzeitlichen Ausgleich hatte Bethany Mead gesorgt (39.). Viktoria Schnaderbeck durfte ab der 49. Minute mitwirken.

Fatal wirkte sich für die Londonerinnen vor allem die Corona-Pause aus: Ihr letztes Bewerbsspiel hatten Zinsberger und Kolleginnen am 29. Februar (!), als sie im Ligacup-Finale Chelsea mit 1:2 unterlegen waren. Die Pariserinnen hingegen hatten erst zwölf Tage vor dem Samstag-Duell gegen die Damen aus Lyon gespielt - und das französische Ligacup-Finale mit 1:2 verloren.

Und weil Arsenal die abgebrochene englische Saison nur an dritter Stelle beendet hat, findet nun die neue Champions-League-Saison auch ohne Manuela Zinsberger und Viktoria Schnaderbeck statt...

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.