Sport | Fußball
28.08.2018

Feuer und Flamme: Djuricin, das Trainerteam und Hofmanns Anzeige

Rapid ohne Ruhe: Der Chefcoach spricht über seine Assistenten, der Ehrenkapitän über die Fackel mit Folgen.

Ein Tag ohne Rapid-Aufreger? Gibt’s derzeit nicht. Steffen Hofmann wurde angezeigt, ein Talent verliehen und Goran Djuricin spricht über angebliche Streitigkeiten im Trainerteam. Doch der Reihe nach.

„Ich habe einen Bescheid bekommen. Ich wurde wegen der Fackel beim Abschiedsspiel von der Polizei angezeigt“ verrät Steffen Hofmann Montagmittag im KURIER-Gespräch. Nach seiner Auswechslung am 22. Juli hatte der Ehrenkapitän das mit 25.300 Zuschauern volle, aber abgedunkelte Stadion auf dem Rasen mit einer grünen Fackel erleuchtet. Eine emotionale Inszenierung, für die Polizei ein Verstoß gegen das Pyrotechnikgesetz.

In der Folge gehen die Wogen hoch, Ex-Teamkapitän Marc Janko reagiert auf Twitter mit „Nicht zu glauben“.

Hofmann nimmt seinen ersten Konflikt mit dem Gesetz ernst: „Ich habe den Fall an zwei Anwälte weitergegeben. Wenn es so weit kommen sollte, dass sie mich nicht mehr ins Stadion lassen wollen, wäre das für mich als Talentemanager alles andere als hilfreich.“ Viel wahrscheinlicher als ein Stadionverbot ist aber, dass der Rekordrapidler „nur“ 500 Euro Verwaltungsstrafe zahlen muss.

Sollte der über die „Rechtshilfe Rapid“ laufende Protest durchgehen, würde Hofmann die Summe an die Wiener Obdachlosen-Betreuung „Gruft“ spenden.

Arase nach Horn

Ein Spieler, mit dem sich Hofmann in seinem neuen Job viel beschäftigt, wechselt als Kooperationsspieler nach Horn: Kelvin Arase soll in der neuen 2. Liga Spielpraxis sammeln. „Kelvin braucht Duelle mit Profis, muss für die Bundesliga aber körperlich zulegen. Nach ein paar Monaten in Horn kann er bei Rapid schon eine wichtigere Rolle einnehmen“, glaubt Trainer Djuricin. Mit Coach Carsten Jancker wird sich im Waldviertel ein alter Bekannter des 19-jährigen Flügelstürmers annehmen.

Ein anderes Talent hat doch noch sein Talent zur richtigen Zeit abgerufen: Philipp Malicsek war beim unnötig knappen 2:1 gegen Innsbruck einer der Auffälligsten. „Philipp war in der Vorbereitung sehr stark, ist dann in ein Loch gefallen und als er mich vertreten hätte sollen, ist er krank geworden“, sagt Stefan Schwab über seinen Kollegen im zentralen Mittelfeld. „Wir wissen ja alle, dass er ein guter Kicker ist. Gut, dass er jetzt voll da ist.“

Trainer-Gerüchte

Emotional wird Djuricin, wenn er über die Gerüchte spricht, es gäbe Streitigkeiten mit Co-Trainer Thomas Hickersberger und Fitness-Coach Toni Beretzki. „Ich wollte Hicke unbedingt zurückholen. Unser Austausch kann in der Emotion auch mal lauter werden, aber immer mit Respekt und ohne Streit.“

Dass Beretzki zuletzt nicht bei den Spielen war, lag zum einen an einer Dienstreise nach L. A. (zu Ernährungspartner Herbalife), zum anderen an seinem großen Aufgabengebiet. „Toni ist für das Fitness-Konzept im gesamten Verein zuständig“, erklärt Djuricin. „Deswegen hat er David Lechner als Assistent aufgebaut. Und im Sommer ist auch Rafael Pollack neu zu den Profis gekommen. Ich bin mit unserem Staff wirklich zufrieden.“