Der weiße Pullover war kein Glücksbringer für Glasner

© EPA/RONALD WITTEK

Sport Fußball
08/08/2021

Fehlstart für Oliver Glasner in Frankfurt: Cup-Aus in Runde eins

Die Hessen unterliegen bei Drittligist Waldhof Mannheim mit 0:2. Martin Hinteregger musste mit Gelb-Rot vom Feld.

Oliver Glasner hat als neuer Trainer von Eintracht Frankfurt gleich bei seinem Pflichtspieldebüt ein Debakel erlebt. Beim Drittligisten SV Waldhof Mannheim lieferte die Eintracht am Sonntag eine erschreckend schwache Vorstellung ab und flog als Fußball-Bundesligist durch die 0:2-Niederlage gleich in der ersten Runde aus dem DFB-Pokal. Waldhof-Kapitän Marcel Seegert (48. Minute) und Joseph Boyamba (51.) sorgten mit ihren Toren vor 12.151 Zuschauern im Carl-Benz-Stadion für die Überraschung und beste Stimmung bei den Gastgebern. Zu allem Überfluss sah Frankfurts Abwehrchef Martin Hinteregger (62.) wegen wiederholten Foulspiels auch noch Gelb-Rot.

Was Frankfurt seinen mitgereisten Fans im ersten Pflichtspiel unter Glasner anbot, dürfte wenige Tage vor dem Ligastart bei Borussia Dortmund Sorgen bereiten. Anders als vor zwei Jahren, als die Eintracht in der ersten Runde mit 5:3 in Mannheim gewonnen hatte, lieferten sich beide Teams diesmal kein Spektakel. Ohne den gesperrten Filip Kostic fehlten den Frankfurtern in der Offensive die Ideen. Immer wieder spielte Glasners Team gegen tiefstehende Gastgeber quer oder zurück, nur hochkarätige Chancen erspielte es sich nicht. Waldhof hätte schon zur Halbzeit führen müssen.

Erst scheiterte Neuzugang Marc Schnatterer (40.) per Freistoß an Nationaltorwart Kevin Trapp. Unmittelbar vor der Pause hatte Mannheims Stürmer Dominik Martinovic dann die Riesenchance zur Führung, frei vor dem Tor konnte aber auch er Trapp nicht überwinden. Die Frankfurter wurden dagegen nur einmal gefährlich: Neuzugang Jesper Lindstrøm (23.) setzte seinen Freistoß knapp über das Tor.

Neben dem 21-jährigen Dänen hatte Glasner zwei weitere Neue in seine Startelf beordert. Rafael Borré erreichten im Sturmzentrum allerdings kaum Bälle, und Kostic-Ersatz Christopher Lenz fiel auf der linken Außenbahn hauptsächlich durch Fehlpässe auf. So kam es, wie es kommen musste: Nach einer Schnatterer-Ecke köpfte Seegert unbedrängt zum 1:0 ein, nur drei Minuten später chippte Boyamba den Ball nach feiner Vorlage von Martinovic über Trapp hinweg ins Tor.

Und es wurde noch schlimmer. Weil Hinteregger den schnellen Marcel Costly im Laufduell am Trikot zog, sah er seine zweite Gelbe Karte und musste vom Platz. Anschließend hätte Martinovic (71.) frei vor Trapp sogar noch erhöhen müssen, aber wieder parierte der Keeper.

„Wir werden sehr, sehr hart mit uns ins Gericht gehen und das Spiel analysieren“, sagte Oliver Glasner. „Diesen letzten Glauben, diese letzte Überzeugung hatten wir nicht als Mannschaft. Natürlich ist das ein sehr, sehr enttäuschender Nachmittag. Wir haben vieles schlecht gemacht.“

Mainz siegt mit Mühe

Erst im Elfmeterschießen kamen Mainz 05 und der 1. FC Köln weiter. Mainz siegte vom Punkt 8:7 bei Viertligist Elversberg, nach der Verlängerung war es 2:2 gestanden. Kevin Stöger traf für die Mainzer in der Entscheidung. Köln gewann das Elfmeterschießen bei Viertligist Carl Zeiss Jena auch dank eines von Louis Schaub verwerteten Elfers mit 4:2. Dort hatte es nach 120 Minuten 1:1 geheißen.

Wolfsburg wechselte sechsmal

Champions-League-Teilnehmer VfL Wolfsburg mühte sich unter Glasners Nachfolger Mark van Bommel nach Verlängerung zum 3:1 bei Preußen Münster. Xaver Schlager spielte bei den Wolfsburgern gegen den Viertligisten durch.  Dennoch droht das Aus. Denn Münster erwägt nach Medienberichten einen Einspruch gegen die Wertung. Grund: Der VfL wechselte sechsmal, das ist aber laut DFB-Statuten nicht erlaubt. Möglich sind nur fünf Wechsel, eine zusätzliche Auswechslung bei Spielen mit Verlängerung ist nicht zulässig, heißt es in den Regeln. Die Wolfsburger sollen sich in der Verlängerung mehrfach beim Vierten Offiziellen nach der Möglichkeit erkundigt haben, bis zu sechs Spieler einzuwechseln. Einspruch dagegen habe es nicht gegeben.

Union Berlin setzte sich mit Christopher Trimmel mit 1:0 bei Türkgücü München (3. Liga) durch. Ebenfalls mit 1:0 gewann dank eines späten Treffers Hertha BSC beim SV Meppen (3.). Bundesliga-Absteiger Schalke 04 besiegte den Oberligisten Villingen mit 4:1, wurde der Favoritenrolle aber erst nach Seitenwechsel gerecht.

Dynamo Dresden - SC Paderborn 07 2:1 (0:0)
TSV 1860 München - Darmstadt 98 5:4 i.E. (0:0,1:1,1:1)
SC Weiche Flensburg 08 - Holstein Kiel 2:4 n.V. (0:0,0:0)
Lok Leipzig - Bayer Leverkusen 0:3 (0:2)
SV Sandhausen - RB Leipzig 0:4 (0:2)
SpVgg Bayreuth - Arminia Bielefeld 3:6 (1:2)
Greifswalder FC- FC Augsburg 2:4 (1:1)
VfL Osnabrück - Werder Bremen 2:0 (1:0)
Eintracht Norderstedt - Hannover 96 0:4 (0:2)
Wuppertaler SV - VfL Bochum1:2 n.V. (1:0,1:1)
BFC Dynamo - VfB Stuttgart 0:6 (0:2)
SSV Ulm 1846 - 1. FC Nürnberg 0:1 (0:0)
SV Babelsberg 03 - SpVgg Greuther Fürth 5:4 i.E. (1:1,2:2,2:2)
1. FC Magdeburg - FC St. Pauli 2:3 (1:2)
SV Wehen Wiesbaden - Borussia Dortmund 0:3 (0:2)
SV Meppen - Hertha BSC 0:1 (0:0)
SV Elversberg - FSV Mainz 05 7:8 i.E. (0:0,1:1,2:2)
FC CZ Jena - 1. FC Köln 2:4 i.E. (1:0,1:1,1:1)
FC Villingen - FC Schalke 04 1:4 (1:1)
SV Waldhof Mannheim - Eintracht Frankfurt 2:0 (0:0)
Rot-Weiß Koblenz - Jahn Regensburg 0:3 (0:2)
Türkgücü München - 1. FC Union Berlin 0:1 (0:1)
VfL Oldenburg - Fortuna Düsseldorf 0:5 (0:3)
Preußen Münster - VfL Wolfsburg 1:3 n.V. (0:0,1:1)

Montag, 18.30: FC Ingolstadt 04 - Erzgebirge Aue, Viktoria Köln - TSG 1899 Hoffenheim, Sportfr. Lotte - Karlsruher SC.
20.45: 1. FC Kaiserslautern- Bor. Mönchengladbach.

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