Fehlstart für Manchester United
An der Börse läuft es trotz des Engagements von Starinvestor George Soros nicht rund, und auch auf dem Rasen hat Manchester United einen Fehlstart hingelegt. Selbst der stark auftrumpfende Ex-Dortmunder Shinji Kagawa und der spät gekommene Stürmer-Star Robin van Persie konnten die 0:1-Auftaktniederlage der "Red Devils" am Montagabend bei Everton nicht verhindern.
"Wir haben zu viel um Robin herumgespielt. Wir wissen um seine Stärke in Eins-gegen-Eins-Duellen mit den Verteidigern, aber wir haben ihn nicht gut eingesetzt", schimpfte United-Trainer Sir Alex Ferguson nach der Pleite im Goodison Park.
Ganz unschuldig an den Abstimmungsproblemen zwischen dem in der Vorwoche für 29 Millionen Euro von Arsenal verpflichteten Van Persie und seinen neuen Mitspielern war Ferguson allerdings nicht. Der 70-Jährige ließ den Torjäger 68 Minuten auf der Bank schmoren. Fergusons Begründung: Fehlende Spielpraxis und zu großer Erwartungsdruck.
"Wenig Zug zum Tor"
Als Van Persie endlich sein Debüt für den englischen Vizemeister feierte, konnte er der Partie keine Wende mehr geben. "Wir haben zu wenig Zug zum Tor gehabt", kritisierte Ferguson. Anders als Van Persie spielte Kagawa, für den United im Sommer 16 Millionen Euro an Borussia Dortmund überwiesen hatte, von Beginn an. Der Japaner wusste zwar zu gefallen, vermochte das Spiel des laut einer Forbes-Liste wertvollsten Vereins der Welt jedoch nicht in siegreiche Bahnen lenken.
In die Heldenrolle schlüpfte stattdessen der belgische Nationalspieler Marouane Fellaini, der Everton mit seinem Kopfballtor in der 57. Minute den verdienten Sieg bescherte. In der ersten Hälfte hatte Fellaini bereits den Pfosten getroffen. United-Keeper David de Gea verhinderte mit zahlreichen Paraden eine höhere Niederlage.
Doppelter Nackenschlag
Die sportliche Auftaktpleite dürfte Vereinsbesitzer Malcolm Glazer ganz und gar nicht gefallen haben. Der US-Milliardär hatte zuvor schon einen Nackenschlag auf dem Handelsparkett einstecken müssen, als beim Börsengang Anfang August rund 100 Millionen Dollar weniger als von ihm erhofft erlöst wurden.
Und das, obwohl US-Großinvestor Soros beim englischen Rekordmeister eingestiegen ist. Wie der Hedge-Fonds von Soros am Montag (Ortszeit) der US-Börsenaufsicht mitteilte, hat Soros am 9. August 7,85 Prozent der A-Klasse-Aktien des mit rund 437 Millionen Pfund (knapp 555 Millionen Euro) verschuldeten Spitzenclubs erworben.
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