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Sport Fußball
05/04/2012

FC Barcelona hat Alaba im Visier

Barcelonas größte Sport-Tageszeitung berichtet vom Interesse an Österreichs Jungstar. Bayern kontert mit einer Abfuhr.

David Alabas Leistungen in der Champions League ließ kaum jemanden kalt. Innerhalb kürzester Zeit avancierte der 19-Jährige zuletzt zum Liebling der österreichischen Fans. Beachtlich, wie cool der Wiener den Trubel um seine Person wegsteckt und auf dem Boden bleibt. Jenen Trubel, der am Freitag seinen nächsten – temporären – Höhepunkt gefunden hat.

Laut einem ausführlichen Bericht der Sporttageszeitung Mundo Deportivo ist der große FC Barcelona an einer Verpflichtung des österreichischen Teamspielers interessiert. Und vieles lässt darauf schließen, dass die Meldung wesentlich ernster zu nehmen ist als jene der Zeitung Sport, die am 22. März Christian Fuchs mit Barça in Verbindung gebracht hatte. Die Printausgabe zeigte unter dem Titel "Gusta Alaba" den Österreicher groß auf ihrer Titelseite, auch die tief greifenden Informationen der Zeitung schließen aus, dass es sich um ein einfaches Gerücht handelt.

Vielseitigkeit

Dass Barça nach der schweren Erkrankung (Lebertumor) von Eric Abidal nach einem linken Verteidiger sucht, ist längst bekannt. Der bevorstehende Abgang von Seydou Keita, der auf Alabas Lieblingsposition im zentralen Mittelfeld zum Einsatz kommt, macht den Wiener noch interessanter. " Alaba hat Barcelona durch seine Vielseitigkeit, seinem Spiel auf der linken Seite sowie im Zentrum, beeindruckt", heißt es. Der Wiener gehöre mit Gareth Bale (Tottenham) sowie Jordi Alba (Valencia) zum Kreis der engsten Kandidaten, wäre aber aufgrund seiner Allrounderqualitäten der interessanteste des Trios.

Ins Spiel gebracht habe den Jungstar Tito Vilanova, der im Sommer Pep Guardiola als Chefcoach beerben wird. Die Leistungen Alabas gegen Real, auch die läuferischen Qualitäten, hätten dem 42-Jährigen imponiert. Bei einem bevorstehenden Meeting mit Sportdirektor Andoni Zubizarreta soll darüber beraten werden, ob der 21-fache spanische Meister Initiative ergreift, Alaba von den Bayern abzuwerben.

Ablösemodalitäten

Dies wäre äußerst kostspielig. Die Zeitung schätzt die Ablösesumme auf 12 Millionen Euro. Ob diese Summe die wirtschaftlich starken Bayern beeindruckt, darf bezweifelt werden. Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge erteilte den Ambitionen der Katalanen auf Nachfrage des KURIER auch umgehend eine deutliche Abfuhr: "Wir verkaufen keinen Spieler, schon gar nicht David Alaba, der in der Zukunft des FC Bayern eine große Rolle spielt. Barcelona kann sich die 20 Cent Telefongebühr nach München sparen."

Und was sagt Alaba selbst zu den neuen Schlagzeilen? "Ich hab` davon noch nichts gehört und lass` mich bestimmt nicht davon verrückt machen." Er gibt jedoch zu: "Es ist ein Wahnsinn, ein Traum und eine Riesenehre, mit diesem Verein in Verbindung gebracht zu werden."

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