Von diesem Doppelschlag erholte sich Salzburg nicht mehr, Basel steht zum zweiten Mal in Folge im Viertelfinale der Europa League.

© AGENTUR DIENER OG /DIENER / Georg Diener

Fußball
03/26/2014

Fans kommen Basel teuer

Die UEFA greift durch: Der Schweizer Meister wird für die Krawalle in Salzburg hart bestraft.

von Stephan Blumenschein

Strafe muss sein! Dieses Sprichwort bekommt nun auch der FC Basel zu spüren. Wie im KURIER angekündigt, fällt die Bestrafung nach den Ausschreitungen der Fans des Schweizer Meisters im Europa-League-Achtelfinal-Rückspiel in Salzburg heftig aus.

Der FC Basel muss sein nächstes Europapokalspiel ohne Zuschauer bestreiten. Das Geisterspiel gibt es bereits am Donnerstag kommender Woche im Viertelfinal-Hinspiel gegen den FC Valencia. Ein zweites Heimspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Der Schweizer Meister muss außerdem eine Strafe von 107 000 Euro zahlen.

Der Deutsche Schiedsrichter Manuel Gräfe hatte das Spiel in Salzburg in der ersten Hälfte unterbrochen und die Mannschaften für fast 13 Minuten in die Kabine geschickt. Zuvor hatten Fans des FC Basel Gegenstände in Richtung von Gräfes Assistenten geworfen und Feuerwerkskörper abgebrannt.

Die Schweizer siegten nach der Unterbrechung trotz 0:1-Rückstands und Unterzahl gegen eine lange überlegene Salzburger Mannschaft noch mit 2:1 und erreichten nach dem 0:0 im Hinspiel das Viertelfinale.

Der FC Basel distanzierte sich auf der Klub-Homepage von den Randalierern und verwies darauf, dass die UEFA ihr Urteil auch im Zusammenhang mit früheren Vorfällen gefällt habe. Dazu wird auch auf eine mögliche Berufung gegen das Urteil der UEFA-Disziplinarkommission verzichtet. Aus folgenden drei Gründen wie der FCB in einer schriftlichen Stellungnahme verkündete:

1. Der FCB könnte in einem Rekursschreiben keine neuen Erkenntnisse oder Erklärungen anbringen, die er nicht bereits in seiner ersten Stellungnahme aufgeführt hat. Aufgrund der Sachlage, der Reglemente und der Spruchpraxis der UEFA hat der FCB keine Anhaltspunkte, dass die UEFA dieses erstinstanzliche Urteil revidieren könnte.
2. Der FCB möchte diese für alle belastende Sanktion möglichst rasch hinter sich bringen und nicht in eine mögliche Fortsetzung des laufenden Wettbewerbes oder gar in eine mögliche Europacup-Kampagne des nächsten Herbstes mitnehmen müssen.
3. Der FCB anerkennt, dass die UEFA keinerlei Störungen des Spielbetriebes toleriert und dass sie aufgrund der reglementarisch verankerten Kausalhaftung die Clubs sanktioniert.

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