Fan-Auflauf in Deutschland
Um 22.15 Uhr hüpften die Massen wie wild durcheinander, und auf den Fan-Meilen in Deutschland vibrierte der Asphalt: Das Tor von Mario Gomez zum 1:0-Sieg in der 72. Minute gegen Portugal löste vor den Großbildleinwänden grenzenlose Erleichterung aus. In Berlin und vielen anderen Städten zischten Raketen in den Nachthimmel, Böller krachten auf den Straßen. In den Fan-Pulks wie zu Silvester Küsse und Umarmungen – auch der knappe Erfolg zum Auftakt versetzte die deutschen Fans in Partystimmung.
Bis zu Gomez` Treffer allerdings hatten sich Sorgenfalten in den Trubel geschlichen – der unerwartete Ausgang des ersten Spiels zwischen den Nachbarn
Niederlande und Dänemark war vielen eine Warnung. "Da sieht man es mal wieder, dass die Favoritenrolle nichts taugt", sagte ein Berliner, der sich mit dem Hertha-Trikot an diesem Abend in der Menge viel zumutete.
Die Vorfreude auf das nächste Sommermärchen nach 2006, 2008 und 2010 war gleichwohl riesig – bei bestem Fußballwetter strömten die Massen auf die Fanmeilen, und auf der größten des Landes in Berlin am Brandenburger Tor mussten am Samstagabend sogar schon kurz nach dem Spiel Niederlande – Dänemark wegen des Andrangs mehrere Eingänge aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Bedenklich wurde es trotzdem nie, ein Berliner Polizeisprecher vernahm eine Stimmung "wie bei einem Familienausflug".
Piefke-Connection
Gefeiert wurde auch am Wiener Donaukanal – an der Adria, wo sich gut 600 großteils deutsche Fans eingefunden haben.
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