Sport | Fußball
13.04.2018

Europa League: Salzburg im Halbfinale gegen Marseille

Dimitri Payet ist der große Star von Olympique. © Bild: REUTERS / JEAN-PAUL PELISSIER

Nach der Sensation gegen Lazio bekommt es Österreichs Meister mit dem französischen Gruppengegner zu tun.

Salzburg trifft im Halbfinale der Europa League auf Olympique Marseille. Das ergab die am Freitag vorgenommene Auslosung in Nyon. Die Franzosen haben am 26. April zuerst Heimrecht, das Rückspiel findet am 3. Mai in Salzburg statt.

Die beiden Titelanwärter Arsenal und Atletico Madrid spielen den zweiten Teilnehmer für das Finale am 16. Mai in Lyon aus.

© Bild: APA/AFP/FABRICE COFFRINI

Man kennt sich aus der Gruppenphase

Mit den Franzosen haben die Salzburger in dieser Saison schon positive Erfahrungen gemacht. In der Gruppenphase war Marseille einer der Gegner. Salzburg gewann zu Hause durch ein Tor von Munas Dabbur mit 1:0. Im bedeutungslosen letzten Gruppenspiel gab es in Südfrankreich ein torloses Remis.

Marseille ist jetzt aber sicher stärker als noch im Herbst, auch weil Mittelfeldstar Dimitri Payet wieder seine Form von der EM 2016 gefunden hat. Im Herbst machten dem Spielmacher immer wieder muskuläre Probleme zu schaffen. Mittlerweile ist der Kapitän von Olympique wieder voll fit. In den vergangenen vier Europa-League-Spielen erzielte der 31-Jährige drei Tore und bereitete zwei weitere Treffer vor.

Anderer Gegner

„Wenn man Marseille die letzten Wochen verfolgt hat, ist es ein anderes Marseille als in der Gruppenphase. Im Semifinale warten aber nur mehr schwere Gegner. Wir werden es genießen, wollen aber natürlich ins Finale“, sagt Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund über die neuerlichen Duelle.

Olympique war ein unguter Gegner. So haben Einzelspieler mit besonderer Qualität, die im Laufe der Saison immer besser geworden sind. Es ist ein anderer Gegner als im Herbst. Aber auch wir haben uns weiterentwickelt und sind besser geworden“, weiß auch Stefan Lainer, der beim 4:1 gegen Lazio das letzte Tor erzielt hat.

Wiedersehen: Stefan Lainer (Salzburg) und Lucas Ocampos (Marseille) trafen schon in der Gruppenphase aufeinander. © Bild: APA/GEORG HOCHMUTH

Trainer Marco Rose hatte sich eigentlich Arsenal gewünscht. Es kam anders. „Es ist kein Wunschkonzert. Ich finde es spannend, wir kennen Marseille, haben damals mithalten können. Wir werden uns wieder sehr gut auf Olympique vorbereiten“, meinte der Deutsche.

Dank der Franzosen ist übrigens ein Red-Bull-Duell unmöglich geworden. Olympique machte im Viertelfinal-Rückspiel gegen RB Leipzig trotz eines schnellen Gegentores die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel wett und stieg in einem Torfestival dank eines 5:2-Heimsieges auf. Der Ex-Salzburger Stefan Ilsanker erzielte zunächst ein Eigentor zum 1:1. Die weiteren Treffer erzielten Bouna Sarr, Florian Thauvin, Payet und Hiroki Sakai.