EURO-Spieler: Weltweite Wurzeln

Ein kroatischer Fußballspieler balanciert einen Ball auf seiner Nase.
15 von 16 Teams setzen auf Spieler mit Migrationshintergrund. Nur die Russen sind "waschecht".

Österreichs Fußball-Nationalteam ist längst von einem Trend erfasst worden, der sich auch bei den Teilnehmern an der EURO 2012 in Polen und der Ukraine bemerkbar macht. In 15 der 16 EM-Kader scheinen Spieler mit Wurzeln im Ausland auf, "Europameister" in dieser Statistik ist Frankreich mit gleich 13 von 23 Kickern, die entweder Zuwanderer, Kinder von Zuwanderern oder Doppel-Staatsbürger sind.

Auf Platz zwei in dieser Rangliste landen nach den Angaben des Österreichischen Integrationsfonds die "Oranjes" mit neun Spielern. Bei den Niederländern erklärt sich der hohe Anteil von Teamkickern mit Migrationshintergrund wie bei Frankreich durch Einwanderer aus den ehemaligen Kolonien.

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Auch ÖFB-Team voll im Trend

Anders gelagert ist der Fall bei den ex-aequo-Dritten Kroatien und Irland (je 8). Bei den Kroaten handelt es sich zumeist um Kinder von Auswanderern, die Iren fahnden mit Vorliebe nach Spielern mit irischen Wurzeln, die in Großbritannien aufwuchsen und ausgebildet wurden.

Als einzige EM-Mannschaft hat Russland keinen einzigen Spieler mit Migrationshintergrund im Kader. Ähnliches wäre für das ÖFB-Team undenkbar - zuletzt standen im Länderspiel-Doppel gegen die Ukraine und Rumänien mit György Garics (Ungarn), Aleksandar Dragovic, Marko Arnautovic (beide Serbien), Zlatko Junuzovic (Bosnien-Herzegowina/Serbien), Yasin Pehlivan, Veli Kavlak (beide Türkei) und David Alaba (Nigeria/Philippinen) sieben Kicker mit ausländischen Wurzeln im Kader. Außerdem fehlte Martin Harnik, der eine deutsche Mutter hat, verletzungsbedingt.

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