Andreas Schicker (li.) könnte zum Einsatz kommen.

© /Schicker

Fußball
03/04/2016

Schickers Comeback und ein Schlager im Fokus

Andreas Schicker steht vor seinem ersten Profi-Einsatz mit Prothese, der LASK gastiert in Innsbruck.

Nachdem er in der Vorwoche beim 2:1-Sieg gegen den LASK bereits auf der Bank gesessen war, könnte es am Freitag passieren: 15 Monate nach dem Verlust seines linken Unterarms durch die Explosion eines Böllers steht Andreas Schicker vor seinem Comeback als Profi bei Wr. Neustadt. Die Niederösterreicher treffen am Freitag auf Austria Salzburg. Zum möglichen Einsatz des 29-Jährigen sagt Trainer Günter Kreissl: „Andreas wird nicht in der Startelf stehen, aber ein Einsatz ist möglich. Wir werden aber nichts erzwingen, nur um Schlagzeilen zu machen.“

Die FIFA hat den Einsatz genehmigt, nachdem die Sorge ausgeräumt war, dass der ein Kilogramm schwere künstliche Arm-Ersatz andere Spieler verletzen könnte. „Die Prothese ist weicher als eine gesunde Hand“, meinte Schicker in einem ORF-Interview nach seinem ersten Einsatz im Amateurbereich im Herbst 2015. Der Linksverteidiger, der in seiner Karriere 160 Bundesligaspiele bestritten hat, hat auch ein Sturztraining absolviert. Probleme beim Einwurf gebe es mittlerweile nicht mehr, meinte er. „Ich denke überhaupt nicht mehr an die Prothese. Das ist nun einfach meine neue Hand.“

Schicker wäre aber nicht der erste Profi, der mit einer Prothese aufs Feld läuft. 2007 gab der Paraguayer Julio González ein Comeback, nachdem er 2005 bei einem schweren Autounfall seinen linken Arm verloren hatte.

Die Runde steht im Zeichen des Schlagers zwischen Innsbruck und dem LASK. Im Falle einer Niederlage wären die Linzer acht Punkte zurück und so gut wie aus dem Titelrennen. Die Statistik spricht aber gar nicht für die Innsbrucker. Die Heimtabelle wirft die Tiroler nur auf Rang sechs aus, seit September hat man daheim nie mehr gewonnen. Dass man trotzdem Erster ist, liegt an der Auswärtsstärke.

Seriensieger

Für den dritten Titelkandidaten im Bunde geht es um die Fortführung einer Serie. Neun Pflichtspielsiege in Serie hat der SKN St. Pölten bereits gewonnen. „Es wäre traumhaft, wenn da nach den nächsten 90 Minuten in Lustenau am Freitag da wie dort die Zehn stehen würde“, schmunzelt SKN-Trainer Karl Daxbacher. „Ich habe die Lustenauer im Trainingslager in der Türkei beobachtet. Da hat man gesehen, dass das eine starke und eingespielte Mannschaft ist.

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