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Sport Fußball
09/16/2020

Wie ein Österreicher in England zum Elfer-Helden wurde

Daniel Bachmann war mit drei gehaltenen Elfmetern der Matchwinner für Zweitligist Watford im Ligacup gegen Oxford.

Beim Saisonauftakt des FC Watford gegen Middlesbrough musste ÖFB-Torhüter Daniel Bachmann noch die Bank drücken – am Dienstag gab er jedoch beim Sieg im Ligapokal gegen Oxford ein Statement ab: Der Niederösterreicher hielt beim 3:0 n.V. im Elfmeterschießen drei Elfmeter en suite und nimmt nun den Kampf um die Nummer eins neu auf.

Schon während der regulären Spielzeit hielt Bachmann den Absteiger aus der Premier League, der in Minute 26 in Rückstand geriet, mit einigen Paraden im Rennen. Erst in der Nachspielzeit gelang dem Team des Österreichers durch den schwedischen Nationalspieler Ken Sema der Ausgleich. Sekunden später bewahrte Bachmann Watford vor dem Aus, als er einen Kopfball um die Stange drehte. Im Elfmeterschießen hielt Bachmann die ersten drei Elfmeter von Oxford – Watford verwandelte jeden Strafstoß und siegte 3:0.

„Was für eine individuelle Leistung von Daniel. Bachmann hat uns nicht nur im Elfmeterschießen gerettet, sondern auch schon vorher am Leben gehalten“, lobte Watford-Trainer Vladimir Ivic den Österreicher.

"Es ist perfekt gelaufen"

„An diesen besonderen Tag werde ich mich mein ganzes Leben lang erinnern. Es ist schon in den 90 Minuten perfekt gelaufen, ich konnte fünf schwere Bälle abwehren. Im Elferschießen habe ich meine Zeit in Schottland visualisiert, als ich vor eineinhalb Jahren gegen Glasgow Rangers und Hearts zwei Elfer binnen zwei Spielen hielt. Nach dem ersten gehaltenen Strafstoß steigt dann das Selbstvertrauen, du kommst in einen Flow und fühlst dich unbesiegbar. Aber gleich drei Elfer abzwehren, ist schon ganz außergewöhnlich“, strahlt Bachmann.

In den sozialen Netzwerken ging es im Anschluß rund: Die Fans der Hornets posteten Batman-Videos (Batman ist der Nickname von Bachmann).

Die Hartnäckigkeit Bachmanns, der eigentlich schon am letzten Wochenende gegen Middlesbrough dank starker Leistungen in der Vorbereitung mit seinem Einsatz gerechnet hatte, könnte sich jetzt ausgezahlt haben.

„Ben Foster war in den letzten Jahren die Nummer eins und hatte dadurch einen Bonus. Ich habe mich aber nie hängen gelassen und im Training Vollgas gegeben. Jetzt habe ich meine Chance genutzt und werde alles dafür tun, um dem Trainer die Entscheidung ganz schwer zu machen.“

"Die Zukunft von Watford"

Die Zeit spielt jedenfalls klar für Bachmann: Foster, ehemaliger englischer Nationaltorhüter und Vereins-Ikone, wird 38. „Daniel ist die Zukunft von Watford und er wird in dieser Saison viele Spiele machen“, legte sich Trainer Vladimir Ivic unmittelbar nach dem Oxford-Spektakel in einem Interview bereits fest.

Schon am kommenden Samstag trifft Watford FC auswärts auf Sheffield Wednesday und steht unter Zugzwang, will man das Ziel einer zeitnahen Rückkehr in die Premier League vorantreiben.

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