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Sport Fußball
09/03/2019

EM-Qualifikation: Reifeprüfung für das ÖFB-Frauenteam

Gegen Nordmazedonien starten Österreichs Fußballerinnen in die nächste EM-Kampagne. "Wir sind bereit", meint Thalhammer.

Für Österreichs Frauen-Nationalteam beginnt am Dienstag mit dem Heimspiel gegen Nordmazedonien (Südstadt, 18 Uhr, live ORF 1) eine Reifeprüfung. Vor etwas mehr als zwei Jahren hatten die Frauen bei der EM in den Niederlanden überrascht und eine kleine Euphorie erweckt. Die Qualifikation für die WM in diesem Sommer wurde jedoch verpasst. Österreich war Gruppenzweiter hinter Spanien, aber nicht unter den besten vier Gruppenzweiten, die sich zwei Resttickets ausspielen durften.

Die EM-Qualifikation ist die vielleicht "leichtere" Aufgabe. Nur acht Tickets gab es für Europa für die WM-Endrunde. Für die EM werden 15 Startplätze ausgespielt. "Wir haben ein intensives Jahr hinter uns, in dem wir viele Veränderungsprozesse eingeleitet haben. Jetzt sind wir bereit für die neue EM-Quali-Kampagne", sagte Teamchef Dominik Thalhammer.

Thalhammer bleibt ruhig

47 europäische Verbände haben für die Qualifikation genannt. Die neun Gruppensieger und die besten drei Gruppenzweiten sind fix bei der Endrunde in England. Die restlichen sechs Zweiten spielen sich in drei Duellen die drei restlichen Startplätze aus. Österreichs Gruppe: Nordmazedonien, Serbien, Kasachstan und Gruppenfavorit Frankreich. Im letzten Jahr hat Österreich Tests gegen starke Teams wie Deutschland, Niederlande und Schweden verloren. Das macht Thalhammer aber keineswegs pessimistisch: "Wir haben im Jahr vor der erfolgreichen EURO auch nur zwei Spiele gewonnen und sind auch da ruhig geblieben."

Der Kern der Mannschaft ist seit mehreren Jahren gleich. Heuer hat Nina Burger die Teamkarriere beendet. Nicht dabei ist auch Verena Aschauer, bei der eine Infektion in der Brust festgestellt wurde. Sie wurde im August ans Mannschaftstraining herangeführt, will bald wieder für Frankfurt und für das Nationalteam spielen.

Thalhammer hat neben Irene Fuhrmann jetzt eine zweite Assistentin: "Mittlerweile sind rund um das Training und die Analysen so viele Aufgaben zu bewältigen, dass es notwendig geworden ist, die Arbeit auf noch mehr Schultern zu verteilen." Die 38-jährige Maria Wolf hat zuletzt ein Männerteam trainiert, den UFC Obritz (1. Klasse Nordwest) aus dem Weinviertel.