Eklat beim serbischen Nationalteam

Adem Ljajic von Fiorentina sang die Hymne nicht mit - Teamchef Mihajlovic strich ihn aus dem Kader.
Ein serbischer Fußballspieler mit der Nummer 8 auf seinem roten Trikot.

Zu einem Eklat kam es bei der serbischen Nationalmannschaft. Das Schweigen bei der Nationalhymne kostete Mittelfeldspieler Adem Ljajic seinen Platz im Team. Der neue Trainer Sinisa Mihajlovic habe den 20-Jährigen aus dem Team gestrichen, weil dieser am Samstag in St. Gallen vor dem 0:2 gegen Spanien die Hymne nicht mitgesungen habe. Das gab der serbische Verband am Montag bekannt.

Nach der Amtsübernahme vor einer Woche hatte Mihajlovic seine Spieler einen Verhaltenskodex unterschreiben lassen, der das Singen zur Pflicht macht. Ljajic betonte, dass er auch in Zukunft aus "persönlichen Gründen" bei der Hymne schweigen würde. Der Teamchef eliminierte den Spieler von Fiorentina daraufhin aus dem Kader. Ljajic ist Moslem, der Großteil der Serben aber wie Mihajlovic christlich-orthodox.

Gespielt wurde am Wochenende aber auch. So verhinderte Frankreich etwa am Sonntagabend in Valenciennes gegen Island nur mit Mühe ein Blamage. Die Mannschaft von Laurent Blanc war zwar haushoch überlegen, lag zur Pause aber mit 0:2 zurück. Ein Powerplay in der zweiten Spielhälfte und Tore von Debuchy (52.), Ribery (85.) und Rami (87.) sorgten doch noch für den 3:2-Sieg.

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