Ein erster Schritt für die Austria

Ein Mann mit Brille und weißem Hemd steht vor einem Rettungswagen.
Austria-Trainer Peter Stöger zollt Aufsteiger Wolfsberg großes Lob: "Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt."

Peter Stöger will sich "in kleinen Schritten dem großen Ziel" nähern. Einen ersten Schritt hat Austria Wien mit dem 1:0 am Mittwoch im Nachtragsspiel bei Aufsteiger Wolfsberg getan.

VIP-Gast Armin Assinger hatte zur Pause auf ein 1:1 getippt. Und den Schiedsrichter als "zwölften Wiener" bezeichnet. Mit seinem Ergebnis-Tipp lag er falsch. Mit seiner Meinung nicht ganz. Juns Tor war umstritten, weil Referee Hameter bei einem Duell zwischen Kienast und WAC-Torhüter Dobnik nicht – wie viele – ein Foul des Austrianers gesehen hatte.

"Ich habe die Hände nicht mehr hochbekommen, weil mir Kienast den Ellbogen in den Hals gerammt hat", sagte Dobnik. "Eine krasse Fehlentscheidung hat das Spiel entschieden", klagte WAC-Trainer Nenad Bjelica. Stumm war aus seiner Sicht die Pfeife von Hameter auch zu unrecht geblieben, als Christian Falk bei einem Kopfball im Strafraum von Dilaver gerempelt wurde.

Derlei Gedanken verschwendete Stöger nicht. Aber wenn er ehrlich ist, muss er den Sieg als glücklich bezeichnen. "Wir wussten, dass es nicht leicht wird", streute er dem Gegner Blumen. Man werde in den nächsten Wochen sehen, dass sich viele Teams gegen WAC schwertun werden.

Drei Mal 1a

Mit der spielerischen Leistung konnte der Trainer zufrieden sein. "Die Mannschaft war im Frühjahr verunsichert. Wir haben in der Vorbereitung einige Dinge verändert." Wohl zum Positiven, wie die neue Achse mit Vrsic, Jun und Linz in Wolfsberg zeigte. Über sie liefen die meisten Aktionen.

Dass die Austria in der zweiten Hälfte einige Male in Bedrängnis geriet und dem 0:1 näher war als dem 1:0, kam für Stöger nicht überraschend: "Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt. Aber ich habe in der schwierigen Phase auch gesehen, dass wir auf dem Weg zu einer Einheit sind."

Platz 1a, Stimmung 1a, VIP-Buffet 1a – nur das Ergebnis stimmte bei der Bundesliga-Premiere aus Wolfsberger Sicht nicht. Daher gab es bei Präsident Dietmar Riegler ein lachendes ("Es war alles super") und ein weinendes Auge ("Schade um den vergebenen Punkt").

Keine Weltuntergangsstimmung auch bei Bjelica: "Ich bin stolz auf die Burschen. Sie sind mit breiter Brust aufgetreten. So werden wir in dieser Liga keine Probleme haben." Michael Liendl sprach von einem "schönen Gefühl, die Ex-Kollegen wiederzusehen". Zu seiner Chance in der 67. Minute meinte er: "Ich hätte mehr Risiko nehmen müssen."

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