Ein Auftakt mit Toren und Straftraining
Der Saisonstart in der zweithöchsten Spielklasse hätte turbulenter nicht sein können: 26 Tore in fünf Spielen sorgten für Unterhaltung pur. Dazu war auch das Niveau wieder bemerkenswert. Die meisten Treffer fielen in Niederösterreich. Sieben Stück in Horn und ebenso viele in St. Pölten, wo der SKN Angstgegner Vienna (nur ein Punkt in den letzten vier Duellen) beim 5:2 in der neuen NV-Arena klar beherrschte.
Neben der guten Leistung freute sich Trainer Scherb auch über die Stimmung unter den 4200 Zuschauern: "Die Akustik ist großartig und treibt die Mannschaft nach vorne. Ich hoffe, dass wir jetzt auch beim FC Lustenau Erfolg haben und dann gegen Kapfenberg noch 2000 Fans mehr begrüßen dürfen."
Fest steht, dass die internen Kritiker beim SKN, die vermuten, dass mit dem neuen Stadion der Erfolg von selbst kommt, zumindest vorerst verstummen. Die Vienna ist ein heißer Kandidat auf ein weiteres Jahr im Abstiegskampf.
Im Waldviertel ging es besonders zur Sache. Die Altacher führten bereits nach 26 Minuten mit 3:0. Nach dem Ausschluss von Sereinig (41.) drehten Wojtanowicz, Djordjevic und Gotal die Partie, blieben aber unbelohnt, weil Altachs Netzer per Elfmeter zum 3:4 traf.
Alte Schule
Fünf weitere Treffer fielen in Lustenau. Nach dem 0:5 bei der Austria verdonnerte Kapfenberg-Trainer Von Heesen seine Spieler im Regen zu einem Straftraining im Reichshofstadion. "Sie werden für Leistung bezahlt. Jetzt können sie etwas leisten, was sie im Spiel nicht getan haben", meinte der Deutsche zu seiner Methode aus alten Zeiten und wurde noch deutlicher. "Wenn es mit manchen Spielern nicht klappt, können sie gehen."
Diese Aussage entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Von Heesen hatte im Jänner sieben neue Legionäre geholt, diese waren nach dem Abstieg aber weg. Wegen der Legionärsbeschränkung kamen im Sommer Österreicher. Von den acht Neuen begannen fünf, darunter die Ex-Sturm-Spieler Standfest, Pürcher und Burgstaller, die sich Anfängerfehler leisteten.
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