Drei Wege in die deutsche Bundesliga

Die Karrieren der ÖFB-Legionäre Fuchs, Harnik und Baumgartlinger in Bildern

Am Mittwoch werden sie wohl gemeinsam in der Startaufstellung gegen die Slowakei stehen. Ihren Fußball-Alltag erleben Julian Baumgartlinger, Christian Fuchs und Martin Harnik (v.l.) in der deutschen Bundesliga. 

KURIER.at wirft einen Blick auf die drei unterschiedlichen Karriereverläufe. Der 1986 im niederösterreichischen Neunkirchen geborene Christian Fuchs kam über die Jugendmannschaft vom SC Wr. Neustadt nach Mattersburg. Für die Burgenländer absolvierte er zwischen 2003 und 2008 144 Ligaspiele und erzielte 11 Tore. Mit soliden Leistungen in der Bundesliga empfahl er sich für das Nationalteam und unter Teamchef Josef Hickersberger avancierte Fuchs zum Stammspieler für Österreich. In seinen bisher 41 Spielen brachte es der linke Außenverteidiger auf immerhin ein Tor. Auch in der deutschen Bundesliga wurde man auf Christian Fuchs aufmerksam. 2008 wechselte er in den Ruhrpott zum VfL Bochum. Dort schaffte er als erster Bundesligaspieler seit Aufzeichnung der Statistiken das Kunststück, in drei aufeinanderfolgenden Spielen jeweils ein Tor per Freistoß zu erzielen. Nach 53 Spielen und sechs Toren verließ er 2010 die in die zweite Liga abgestiegenen Bochumer zunächst auf Leihbasis Richtung Mainz. Gemeinsam mit seinem österreichischen Teamkollegen Andreas Ivanschitz erreichte Christian Fuchs mit dem FSV Mainz 05 den fünften Tabellenplatz in der abgelaufenen Saison. Fuchs wurde wegen seiner konstant guten Leistungen auch vom renommierten kicker in die "Elf der Hinrunde" gewählt. Am Ausscheiden der Mainzer in der dritten Qualifikationsrunde der Europa-League trifft Fuchs keine Schuld mehr ... ... denn Anfang Juni 2011 wechselte er nach Gelsenkirchen zum aktuellen Pokalsieger FC Schalke 04. Der 1987 in Hamburg geborene Martin Harnik besitzt sowohl die österreichische als auch die deutsche Staatsbürgerschaft. Im Jahr 2006 kam er zu Werder Bremen und spielte zunächst für deren Amateure. Ein Mittelfußknochenbruch verzögerte seine Einberufung in den Profikader, doch im August 2007 debütierte er in der Champions-League Qualifikation gegen Dinamo Zagreb. Zehn Tage später kam es auch zu seinem ersten Bundesligaeinsatz gegen den 1. FC Nürnberg. In Minute 61 eingewechselt, erzielte er 8 Minuten später sein erstes Tor. Dennoch gelang es ihm nicht recht, bei den Hanseaten Fuß zu fassen. Zudem wurde Harnik bei Bremen vom Stürmer zu einem rechten Außenverteidiger umgelernt. Nach dem Titelgewinn im deutschen Cup verlieh Werder Bremen Harnik im August 2009 an den Zweitligisten Fortuna Düsseldorf. Dort wurde er auch wieder als Stürmer eingesetzt und erzielte in der Saison 09/10 13 Treffer. Seit 2007 brachte es Martin Harnik auf bisher 24 Einsätze im Nationalteam. Dabei schoss er 5 Treffer, darunter das Tor zum 4:4-Endstand gegen Belgien in der EM-Qualifikation kurz nach seiner Einwechselung. Der Vfb Stuttgart ist seit Sommer 2010 die vorerst letzte Station von Martin Harnik. Gegen Ende der letzten Saison entwickelte er sich immer mehr zum Leistungsträger und diesen Anspruch unterstrich er auch zu Beginn der Meisterschaft 2011/12. Im ersten Spiel erzielte er beim 3:0 Sieg der Schwaben gegen Schalke 04 den zweiten Treffer. Der sympathische Salzburger Julian Baumgartlinger, Jahrgang 1988, begann seine Karriere in jungen Jahren beim Nachwuchs von 1860 München. 2001 zog er an die Isar und sechs Jahre später gab er in der zweiten deutschen Liga sein Profidebüt. 2009 zog es in wieder in die Heimat, genauer gesagt nach Wien zur Austria. In Favoriten integrierte sich Julian Baumgartlinger gut und wurde sehr schnell zum Publikumsliebling. Speziell in der Saison 10/11 war er bei den Veilchen ein Garant für ein gut funktionierendes, defensives Mittelfeld. Insgesamt absolvierte der Lockenkopf 61 Meisterschaftsspiele im Dress der Austria und erzielte dabei einen Treffer. Seit 2009 ist Baumgartlinger auch fixer Bestandteil des Nationalteamkaders, und er kam bisher auf 13 Einsätze für Österreich. Im Sommer 2011 wechselte Baumgartlinger in die deutsche Bundesliga zum FSV Mainz 05. Dort gilt es, den fünften Platz der Vorjahressaison zu verteidigen. Gegen den rumänischen Klub Gaz Metan Medias wurde man in der 3. Runde der Qualifikation zur Europa League aus dem Bewerb geworfen.

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(KURIER.at / Florian Bauer, jom) Erstellt am
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