Souveräner Sieg für A. Lustenau

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Sport Fußball
09/28/2012

Drei Heimsiege für das Spitzentrio

Austria Lustenau schlägt Hartberg 3:1, St. Pölten den FC Lustenau 2:1 und für Grödig gibt's ein 1:0 gegen Altach.

Tabellenführer Austria Lustenau hat am Freitag in der 11. Runde der Erste Liga einen souveränen Heimsieg gefeiert. Die Vorarlberger besiegten TSV Hartberg dank einer starken Anfangsphase 3:1 (3:0) und führen weiterhin fünf Punkte vor dem ersten Verfolger St. Pölten. Die Steirer bleiben ein absoluter Lieblingsgegner der Ländle-Truppe, Lustenau gewann gegen Hartberg mittlerweile sechs Partien in Serie (15:3 Tore).

Beide Teams hatten in den vergangenen Tagen bittere Cup-Pleiten gegen Klubs aus der Regionalliga Mitte zu verdauen gehabt: Hartberg unterlag Kalsdorf 0:3, Lustenau Pasching 2:3 nach Verlängerung. Bei den Lustenauern hinterließ das Cup-Aus keine bleibenden Schäden, denn bereits in der 2. Minute stellte Thiago mit seinem schon zehnten Saisontreffer auf 1:0. Der Austria-Goalgetter schoss von der Strafraumgrenze eiskalt ein.

Weitere Tore von Zwischenbrugger nach Kampel-Lochpass (16.) und Krajic nach Schnitzern von Ismaili und Kozissnik (22.) sorgten bereits in der ersten halben Stunde für klare Verhältnisse. Nach der Pause gelang Tauschmann mit einem Kopfball das 1:3 (60.). Plötzlich schien Hartberg wieder im Rennen zu sein, doch Tsoumou vergab die Riesenchance auf den Anschlusstreffer (62.). Die Lustenauer sind mittlerweile elf Ligapartien unbesiegt.

St. Pölten und Grödig bleiben dran

Mit dem FC Lustenau kam der Lieblingsgegner des SKN St. Pölten in die niederösterreichische Landeshauptstadt - und nach dem 1:2 reisten die Gäste wieder ohne Zählbares aus der Landeshauptstadt ab. Die Vorarlberger, die damit auch ihr achtes Match in St. Pölten verloren, zeigten jedoch vom Start weg wenig Respekt und arbeiteten gegen den Tabellenzweiten vom Start weg gute Chancen heraus. Aber vor allem Ali Osman vergab immer wieder allein vor dem Tor.

Etwas überraschend kam deshalb die Führung der Hausherren, einmal mehr sorgte Goalgetter Daniel Segovia für Jubel in der NV Arena. Die Gäste ließen sich allerdings selbst dadurch nicht aus dem Konzept bringen und kamen noch vor der Pause durch Furkan Aydogdu zum mehr als verdienten Ausgleich.

Nach dem Wechsel sahen die 3.100 Zuschauer eine weit konzentriertere und auch engagiertere Elf von Trainer Martin Scherb, die nach 48 Minuten durch Manuel Rödl nach einem Eckball von Michael Ambichl mit 2:1 in Führung ging und danach auf die vorzeitige Entscheidung drückte. Doch Robert Gruberbauer, der Spanier Gorka und Segovia scheiterten in aussichtsreicher Position.

Aber auch die Gäste steckten nie auf und versuchten alles, um doch erstmals einen Punkt bei den Wölfen mitzunehmen. Aber in der Schlussphase vergaben Rene Felix und der eingewechselte Dennis Kloser gute Chancen auf den Ausgleich. Und so fuhr der FC Lustenau einmal mehr mit leeren Händen aus St. Pölten ins "Ländle" zurück.

Grödig hat den SCR Altach knapp, aber verdient mit 1:0 besiegt. Den einzigen Treffer der Partie erzielte der Brasilianer Leo, der damit den fast 300-minütigen Grödiger Heim-Torbann beendete. Mit ihrem erst zweiten Saisonheimsieg behaupteten die Salzburger damit ihren dritten Tabellenplatz und bauten den Vorsprung auf Tabellennachbar Altach auf fünf Punkte aus. Grödig-Trainer Adi Hütter behielt damit auch im zweiten Saisonduell gegen seinen Ex-Klub knapp mit 1:0 die Oberhand.

Aufsteiger schlägt Absteiger

Der SV Horn ist im Vorwärtsgang unterwegs. Die Niederösterreicher setzten sich gegen den Kapfenberger SV dank Treffern von Sandro Gotal (55.) und Philipp Zulechner (87.) knapp mit 2:0 (0:0) durch und verbesserten sich auf Tabellenrang vier. Der Aufsteiger durfte sich über den vierten Sieg in den jüngsten fünf Partien freuen, den zweiten vor eigenem Publikum in Folge.

Die Steirer kassierten hingegen nach dem bitteren Aus in der 2. ÖFB-Cup-Runde gegen den Wiener Stadtligisten Wiener Viktoria den nächsten Rückschlag. Coach Thomas von Heesen stehen mit einer Bilanz von nur neun Punkten aus elf Runden schwierige Zeiten bevor, vor allem auch da der Bundesliga-Absteiger damit mitten im Abstiegskampf steckt.

Kellerduell geht an Vienna

In der Abendpartie hat der FC Blau-Weiß Linz am Freitag im Kellerduell mit der Vienna beim 0:1 (0:1) die fünfte Heimpleite en suite kassiert. Die Oberösterreicher fühlten sich - zu Recht - wiederholt vom Schiedsrichter benachteiligt. Die Wiener feierten ihren ersten, wenn auch schmeichelhaften Auswärtssieg und ließen dadurch die "rote Laterne" in Linz. Berisha erzielte früh das Tor des Abends (13.)

Nach dem ersten Saisonsieg vor einer Woche in Hartberg und der darauf folgenden Entlassung von Trainer Weissenböck starteten die Linzer unter Interimscoach Perzy (bisher Manager) mit drei Angreifern mutig sowie druckvoll und spielfreudig. Bereits in der Anfangsphase besaß der Tabellenvorletzte durch Huspek (4./8.), Nikolov (5.), Lindner (7.) und Höltschl (per Kopf, 11.) fünf gute Gelegenheiten zur Führung.

Die fiel dann überraschend auf der Gegenseite durch die erste Torchance der Blau-Gelben. Der Linzer Höltschl verlor im Mittelfeld den Ball gegen Berisha, der davon eilte und kaltschnäuzig per strammen Torschuss von halb links im Strafraum traf (13.), um damit zu diesem Zeitpunkt den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen. Das plötzliche Gegentor brachte die Blau-Weißen aus dem Konzept und obendrein ließ Hartl die letzte Großchance vor der Pause frei stehend aus acht Metern ungenutzt (31.).

Viel Kampf und auch Krampf nach dem Seitenwechsel im Duell der bis dato schwächsten Heimelf gegen das schlechteste Auswärtsteam, das mit Ex-LASK-Keeper Mandl (an alter Wirkungsstätte) und Co. nach zuletzt je fünf Gegentoren in zwei Spielen diesmal mit Glück und Geschick hinten zumindest "nichts anbrennen ließ". So hielt die "Torsperre" der Stahlstädter, die ihre fünfte Heimpleite in Folge kassierten und seit dem 20. April (2:0 über Aufsteiger WAC) auf einen Dreier zuhause warten. Bitter für die Gastgeber, dass Lindner nach Stangplpass von Höltschl auch noch wegen angeblicher Abseitsstellung ein Treffer verwehrt wurde (49.) und Schiedsrichter Hameter ein Handspiel von Hinterseer nach Bubenik-Lupfer (86.) sowie eine elfmeterreife Attacke von Dober an Pavlov (89.) übersah. Somit feierte die Tatar-Elf ihren ersten Sieg in der Fremde seit dem 8. Mai (2:0 in St. Pölten).

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