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Sport Fußball
09/25/2012

Die zeitlos schöne Eintracht

Aufsteiger Frankfurt ist im Höhenflug, Hoffer hofft beim Hit gegen Dortmund auf einen Platz in der Startelf.

Noch 28 Punkte. Das ist das Minimalziel für den Rest der Saison bei Eintracht Frankfurt. 40 Punkte brauche man zum Klassenerhalt, minus zwölf macht das noch 28. Bei dieser Rechnung geht aber unter, dass die zwölf Punkte in den ersten vier Saisonspielen geholt wurden. Die Weste des Aufsteigers ist derzeit so weiß wie die von Rekordmeister Bayern München.

Den Münchnern wird zugetraut, dass es am Dienstag daheim gegen Wolfsburg den fünften Sieg gibt. Frankfurt hat auch ein Heimspiel aber mit Meister Dortmund einen schwereren Gegner.

Frankfurt spielt nicht diesen modernen Fußball, den Dortmunds Trainer Klopp propagiert. Frankfurt spielt kein so extremes Pressing, es wird nicht gezählt, wie viele Sekunden zwischen Balleroberung und Abschluss vergehen. Die Frankfurter Mannschaft spielt ein schönen, technischen Fußball. "Diese Elf wirkt zeitlos schön", schrieb die Süddeutsche Zeitung.

Und wer hat sie so schön gemacht? Trainer Armin Veh arbeitete ein Jahr mit der Mannschaft in der 2. Bundesliga und studierte die Spieler der Gegner. Nach dem Aufstieg kamen Inui aus Bochum, Occean aus Fürth, Zambrano von St. Pauli und Aigner von 1860 München. Veh, der 51-jährige Pragmatiker, hat schon von den ersten Testspielen an seine Wunschelf auflaufen lassen.

Daraus ergab sich diese eingespielte Mannschaft, in der wie selbstverständlich kombiniert wird. Daraus ergab sich aber auch, dass der Österreicher Erwin Hoffer auf seine Einsätze als Joker hoffen muss. Er stieß erst spät zur Mannschaft, weil sich die Verhandlungen mit Napoli wegen eines Leihvertrags so lange hingezogen hatten.

Schnellschuss

Am Freitag durfte Hoffer schon früh aufs Feld. Weil sich der Kanadier Occean in Nürnberg eine Zerrung zugezogen hatte, kam Hoffer schon in der 21. Minute ins Spiel und traf in der 25. zum 1:0. So früh hatte in der deutschen Bundesliga ein eingewechselter Spieler seit sieben Jahren kein Tor mehr erzielt. Hoffers Leistung brachte ihm eine Nominierung in die "Elf des Tages" des kicker.

Auf einen Stammplatz bei Frankfurt pocht der 25-Jährige aber nicht. "Wenn ich ins Spiele komme und dann auch noch erfolgreich bin, macht mich das zufrieden", sagte Hoffer artig. Weil Occean nicht fit wird, dürfte Hoffer gegen Dortmund beginnen. Für ihn wäre der erste Einsatz von Beginn an Belohnung für die Geduld der zurückliegenden Wochen.

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