Die Fußball-Welt verneigt sich vor Cristiano Ronaldo

Cristiano Ronaldo jubelt auf dem Rasen in einem Fußballstadion.
"Das war nicht schlecht, oder? Tore sind in meiner DNA", sagt der Portugiese.

Auch ehemalige Fußball-Größen haben sich vor Cristiano Ronaldo nach dessen Tor-Gala gegen den VfL Wolfsburg verneigt. " Ronaldo ist wirklich ein wunderbarer besonderer Spieler. Einer, der dann da ist, wenn es drauf ankommt", schrieb der einstige englische Nationalspieler Gary Lineker bei Twitter. "Ein großes Spiel braucht einen großen Spieler", meinte der deutsche Rekordnationalspieler Lothar Matthäus.

"Was soll ich über Cristiano sagen? Er hat demonstriert, wie gut er ist", sagte Reals Trainer Zinedine Zidane über den "besten Spieler der Welt". Auch ein Ronaldo brauche aber die ganze Mannschaft, wollte der Franzose die Leistungen der Mitspieler nicht schmälern. "Alle haben phänomenal gespielt", betonte Zidane, der weiter auf seinen ersten Titelgewinn als Coach hoffen darf.

"Tore in meiner DNA"

Ronaldo erzielte am Dienstagabend beim 3:0-Rückspielsieg im Viertelfinale vor heimischer Kulisse alle drei Tore. Er erhöhte seine Bilanz in der laufenden Saison der europäischen Meisterklasse auf 16 Tore - den Rekord mit 17 Treffern stellte er selbst in der Saison 2013/14 auf. Insgesamt erzielte Ronaldo in seiner Karriere in der Champions League 93 Tore - so viele wie kein zweiter Spieler.

"Das war nicht schlecht, oder? Tore sind in meiner DNA, und ich will weiter welche für die Mannschaft schießen", meinte der Portugiese nach getaner Arbeit, befand allerdings, dass er gegen Wolfsburg nicht mal seine beste Leistung gezeigt habe. "Ich habe schon besser gespielt", sagte der 31-Jährige nach der Partie im Estadio Santiago Bernabéu. "Nur weil ich drei Tore geschossen habe, muss es nicht meine beste Leistung gewesen sein." Zumindest verriet der Ausnahmefußballer einen Teil seines Erfolgsrezepts: "Wenn Du hart arbeitest, kommen die Tore und Vorlagen." Und er arbeite immer hart.

Beeindruckte "Wölfe"

Die in Madrid ansässige Marca schrieb auf der Titelseite: "Ein Comeback, das in die Legende eingeht." Im Jubel ging aber auch ein wenig unter, dass Real im Endeffekt nur das "kleine" Wolfsburg ausgeschaltet hatte. Die Deutschen trauerten einer verpassten historischen Chance nach. Vor Anpfiff 2:0 voran gelegen, wurden die Wolfsburger vom Ambiente im Stadion regelrecht erdrückt.

Ein Fußballspieler im blauen Trikot mit der Nummer 22 verdeckt sein Gesicht mit den Händen.
Football Soccer - Real Madrid v VfL Wolfsburg - UEFA Champions League Quarter Final Second Leg - Santiago Bernabeu - 12/4/16 Wolfsburg's Luiz Gustavo looks dejected Reuters / Sergio Perez Livepic EDITORIAL USE ONLY.
Allen Beteuerungen zum Trotz zeigten sich die VfL-Profis tief beeindruckt von der hitzigen Atmosphäre vor gut 80.000 Fans. Es wurden teilweise Pässe gespielt, von denen der adressierte Spieler gar nichts mitbekam. Der nach Schlusspfiff im Interview den Tränen nahe Mittelfeldmann Maximilian Arnold sprach anschließend von "Kommunikationsproblemen" wegen der Lautstärke auf dem Spielfeld.

"Wir haben die ersten 20 Minuten nicht richtig angenommen", haderte Wolfsburg-Trainer Dieter Hecking mit dem Spielverlauf. Von Beginn an rollten die spanischen Angriffe auf das Tor der Gäste. Nach Ronaldos Doppelschlag binnen eineinhalb Minuten war Wolfsburgs Vorsprung aus dem Hinspiel rasch egalisiert. Für Hecking war deshalb klar: "Real ist verdient weiter."

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