Sport | Fußball
09.06.2018

Die Bundesliga ist bemüht um Schadensbegrenzung

Nach den Possen rund um die Lizenz und die Relegation werden von der Liga Regeländerungen angekündigt.

Sportlich war der Endspurt in der österreichischen Meisterschaft wenig ereignisreich, umso turbulenter ging es nach Saisonschluss in den Gremien und Schiedsgerichten zu. Neben Aufsteiger Hartberg, der sich die Erstliga-Lizenz erst im letzten Instanzenweg sichern konnte, sorgte bei Außenstehenden vor allem die Posse rund um das Relegationsduell zwischen St. Pölten und Wiener Neustadt für Kopfschütteln.

Die unterlegenen Wiener Neustädter gingen gegen einen vermeintlich widerrechtlich eingesetzten SKN-Spieler vor, woraufhin St. Pölten dem Rivalen die Nutzung der NV-Arena als Ausweichquartier für den Winter (eine Lizenzbedingung der Bundesliga) untersagte.

Nun reagierte die Bundesliga. In einem internen Dokument, das dem KURIER vorliegt, schwor sie die Klubs auf eine Linie ein, um weiteren medialen Schaden abzuwenden. Darüber hinaus kündigte die Bundesliga an, einige Punkte des Regulativs anzupassen:

Lizenzierungsverfahren
Die Causa rund um die Hartberger, die bis vor das Ständige Neutrale Schiedsgericht gezogen waren, beeinflusste heuer auch die Relegation (ohne Lizenz für Hartberg, wäre eine Relegation obsolet gewesen). Um künftig mehr Planungssicherheit zu haben, schlägt die Bundesliga vor, Termine und Fristen des Lizenzierungsverfahrens zu ändern. Derzeit beginnt das Verfahren erst am 15. März.

Kooperationsspieler
Diese Vereinbarung soll demnächst auch im Sinne des FIFA-Regulativs präzisiert werden. Pro Saison darf ein Spieler bei zwei Vereinen eingesetzt werden, nicht ganz eindeutig ist die Lage beim FC Liefering, der vereinsrechtlich eigenständig ist, von der Bundesliga und dem ÖFB aber als Kooperationsklub von Red Bull Salzburg eingestuft wurde.

Endlich im Bilde

Endgültig fixiert wurde gestern der neue TV-Vertrag. Neben Exklusiv-Partner Sky, der alle Partien zeigt, werden vier Spiele pro Saison live im frei empfangbaren Fernsehen bei A1 TV gezeigt. Sublizenznehmer für Highlightshows sind der ORF (Samstag und Sonntag, je 19.30) und oe24.tv (Sonntag, 22.00). Das Europa-League-Play-off ist kostenfrei auf www.skysportaustria.at zu sehen.