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Sport Fußball
08/06/2019

Deutsche Liga will Trainer nach vierter Gelber Karte sperren

Bisher war über eine Sperre bereits nach drei Gelben Karten spekuliert worden. Der ÖFB behält das Thema im Auge.

Die Deutsche Fußball Liga plant künftig eine Sperre für Bundesliga-Trainer nach der vierten Gelben Karte. Das DFL-Präsidium werde einen entsprechenden Antrag der Generalversammlung der 36 Profivereine am 21. August in Berlin vorlegen, kündigte DFL-Direktor Ansgar Schwenken am Montag bei einem Medienworkshop in Köln an.

Bisher war über eine Sperre bereits nach drei Gelben Karten spekuliert worden. Mehrere Bundesliga-Trainer hatten die Einführung der neuen Regel heftig kritisiert und Sorgen geäußert, durch diese in ihrer Arbeit behindert zu werden. Schwenken betonte nun, es gehe nicht um Disziplinierung, sondern den vernünftigen Umgang miteinander.

Ab dieser Saison können Trainer und andere Offizielle genau wie die Spieler mit einer Gelben oder Roten Karte bestraft werden. Erstmals in der österreichischen Bundesliga wurde Sturms Nestor El Maestro am vergangenen Wochenende im Spiel gegen den WAC mit Gelb verwarnt. Eine zwingende Regelung, welche Auswirkungen eine Rote Karte wie auch mehrere Gelbe nach sich ziehen, gibt es in der Bundesliga vorerst aber nicht.

ÖFB will Thema im Auge behalten

Der Weltverband (FIFA) machte eine Mindestsperre von einem Spiel wie auch für Spieler bei einer Roten Karte verpflichtend. Diese Bestimmung traf laut Angaben des Österreichischen Fußball-Bundes aber erst nach Inkrafttreten der ÖFB-Bestimmungen für die Saison 2019/20 ein. Die verpflichtende Spielsperre bei rein Roten Karten werde deshalb "nach vorheriger Präsentation bei den Bundesliga-Vereinen und den Landesverbänden zum ehestmöglichen Zeitpunkt (1. Jänner 2020) in der Disziplinarordnung verankert".

Zu einer wie nun in Deutschland angedachten Sperre nach mehreren Gelben Karten im Saisonverlauf gibt es keine Regelung vonseiten des Weltverbandes. Diese ist den nationalen Verbänden selbst überlassen. Im ÖFB will man dieses Thema intern im Auge behalten und gemeinsam mit der Bundesliga danach entsprechend umsetzen.