Deutsche Klubs auf Einkaufs-Tour

Ein deutscher Fußballspieler mit schmerzverzerrtem Gesicht hält die Hände vor das Gesicht.
Insgesamt haben die 18 Bundesligisten bislang 148 Mio Euro in neue Spieler investiert. Österreichs Erstliga-Kubs 1,3 Mio.

In der österreichischen Bundesliga regiert der Sparstift: Ganze 1,3 Milionen Euro haben die zehn Vereine in Spieler-Transfers investiert. In der deutschen Bundesliga heißt das Motto hingegen klotzen statt kleckern.

Eineinhalb Monate vor Ende der Transfer-Periode am 31. August haben die 18 Klubs bereits fast 148 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben. Es bleibt als noch etwas Zeit um dem Rekord aus dem Sommer 2007 (194 Millionen Euro) zu brechen.

Mit den Ausgaben liegt die deutsche Liga derzeit noch vor der englischen Premier League (138 Millionen), aber hinter der italienischen Serie A (173,5 Millionen). Teure Shoppingtouren sind jedenfalls wieder in, wie auch Meister und Cupsieger Borussia Dortmund mit dem Transfer von Teamspieler Marco Reus (17,1 Millionen von Borussia Mönchengladbach) bewies. Insgesamt mehr als 26 Millionen hat der BVB hingeblättert, um künftig auch in der Champions League erfolgreich zu sein.

Sparsame Schwaben

Beim langjährigen Branchenprimus FC Bayern München ist der Ex-Wolfsburger Mario Mandzukic um rund 13 Millionen der teuerste Einkauf. Mönchengladbach leitete den Gewinn aus dem Reus-Wechsel ebenfalls weiter: So kamen unter anderem Granit Xhaka für 8,5 Millionen vom FC Basel und Alvaro Dominguez für eine ähnliche Summe von Atletico Madrid. Auch Bayer Leverkusen investierte mit etwa 16 bis 17 Millionen kräftig.

   Die Sparsamsten sind - wie es das Klischee vorschreibt - die Schwaben: Der VfB Stuttgart hat bisher ganze 300.000 Euro ausgegeben. Das ist die Leihgebühr für den Schalker Abwehrspieler Tim Hoogland. Die strenge Haushaltsführung behagte Trainer Bruno Labbadia nicht: "Wir haben einen klaren Wettbewerbsnachteil gegenüber unseren Konkurrenten." Auch der FC Schalke 04, der in der Vergangenheit oft prasste, hielt sich zurück.

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