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Sport Fußball
06/25/2020

Der "mexikanische Messi" schrieb spanische Fußball-Geschichte

Luka Romero von RCD Mallorca ist mit 15 Jahren und 219 Tagen der jüngste Spieler, der in einem Ligaspiel eingesetzt wurde.

von Günther Pavlovics

Francisco Bao Rodriguez ist ein Name aus dem Geschichtsbuch des spanischen Fußballs. Sansón, wie er genannt wurde, durfte im Dezember 1939 für Celta de Vigo bei einem Meisterschaftsspiel auf das Feld. Mit 15 Jahren und 255 Tagen war er fast 81 Jahre der jüngste Spieler, der an der spanischen Meisterschaft teilgenommen hat.

Seit Mittwoch in der Nacht gibt es einen neuen Eintrag im Geschichtsbuch. Vicente Moreno, der Trainer von Real Mallorca brachte gegen Real Madrid für Iddrisu Baba Mohammed  aus Ghana Luka Romero ins Spiel. Der Teenager ist nun mit 15 Jahren und 219 Tagen der jüngste Spieler, der je in der spanischen ersten Liga eingesetzt wurde.

Das Talent bekam, wie es bei fast allen Talenten auf der Welt üblich ist, den Titel Messi verliehen. „Mexikanischer Messi“ nennen die Medien den Jungen.  Sein Vater und seine Trainer wehren sich gegen Vergleiche mit dem argentinischen Superstar. Wie der Weltfußballer ist Romero eher klein, hat einen starken linken Fuß und ist dribbelstark. Messi debütierte  am 16. Oktober 2004 für Barcelona im fast biblischen Alter von 17 Jahren.

Luka Romero verbindet aber einiges mit Messi. Denn Luka ist Argentinier und spielte schon für Argentiniens Unter-15-Auswahl. Er ist in Durango City in Mexiko geboren, weil sein Vater Diego dort als Fußballer engagiert war. Das mexikanisch vor Messi kann man vielleicht seiner Frisur zuschreiben. Mit seiner Vokuhila-Frisur erinnert er ein bisschen an mexikanischen Teamspieler aus den 80er-Jahren.

Seine argentinischen Eltern übersiedelten nach Spanien, als er drei Jahre alt war. Dort spielte er im Nachwuchs bei einem Verein auf Ibiza und hatte mit sechs Jahren ein Training beim FC Barcelona. Allerdings konnte er nicht dorthin wechseln, weil er nicht in der Nähe wohnte. So kam er 2015 mit zehn Jahren zum Nachwuchs von Mallorca.

Dort schoss er in 108 Spielen 230 Tore. Am 5. Juni durfte er erstmals mit den Profis trainieren, elf Tage später saß er erstmals auf der Bank, wurde aber nicht eingewechselt. Acht Tage danach schrieb er Geschichte. Als Bühne blieb ihm das Bernabeu-Stadion aber verwehrt, denn Real Madrid absolviert seine Geisterspiele im kleinen Stadion auf dem Trainingsgelände. Real Madrid gewann 2:0. Einen Treffer steuerte Sergio Ramos  mit einem wunderschönen Freistoß bei. Der 34-Jährige wechselt von Sevilla zu Real im Sommer 2005, wenige Monate bevor Luka Romero geboren wurde.

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