Sport | Fußball
20.04.2018

Nächstes Rapid-Eigentor: Krammer brüskiert Red Bull

Rapid-Präsident Krammer äußerte sich in Graz abschätzig über Mattersburg und plauderte einen Deal von Red Bull aus.

Kommende Woche stehen bei Rapid Vertragsgespräche mit Goran Djuricin an. Die schlechten öffentlichen Auftritte des Trainers sind ein Grund, warum der Vertrag noch nicht verlängert wurde. Mit gutem Beispiel gehen aber nicht einmal die Spitzenfunktionäre voran.

Im Rahmen des Cup-Halbfinales in Graz (2:3) kam es zum nächsten Eigentor: Michael Krammer gab im VIP-Klub dem Rapid-Fan Max Schmiedl („Taxi Orange“) ein unbeabsichtigtes Video-Interview. Verärgert über den verschossenen Elfer von Smail Prevljak gegen Salzburg bezeichnet es der Präsident als „Burgenländer-Witz“, den Mattersburger gegen seinen Besitzer antreten zu lassen. Dann plaudert Krammer aus, dass Prevljak bei Salzburg den Vertrag um vier Jahre verlängert hat.

In den Monaten zuvor hatten sich die Wiener um ein tragfähiges Verhältnis zu Salzburg bemüht. Um Wunschspieler Prevljak, oder andere Talente aus dem großen Bullen-Fundus verpflichten zu können. Wer die strikten Kommunikationsregeln bei Red Bull kennt, weiß, wie die Reaktion aus Fuschl künftig ausfallen wird.

Bei solchen Patzern hilft es auch nichts, aus Rücksicht auf den Spieler die Verpflichtung von Sturms Marvin Potzmann noch nicht zu bestätigen. Der ablösefreie Defensiv-Allrounder wird der Nachfolger von Mario Pavelic, der bei Rijeka landen dürfte.

Trio will Hierländer

Bei Sturms Stefan Hierländer „steht die Entscheidung in zehn bis 14 Tagen fest“, kündigt sein Berater Max Hagmayr an. Die Austria buhlt schon lange um den vielseitigen Teamspieler. Rapid hat die Bemühungen verstärkt, seit sich der Abgang von Louis Schaub abzeichnet. Aber auch mit Sturm gibt es nach einer zwischenzeitlichen Eiszeit „wieder gute Gespräche“, wie Hagmayr bestätigt.