"Das Ergebnis ärgert mich sehr"

Die Meinungen zu den Bundesliga-Spielen.

WAC – Rapid 1:0

Nenad Bjelica (WAC-Trainer): "Ich bin zufrieden, weil wir die drei Punkte geholt haben. Es war nicht ein besseres oder schlechteres Spiel als gegen die Austria oder Salzburg, aber wir haben vorne das Tor gemacht, hinten wenig zugelassen und einen sehr guten Tormann im Tor gehabt. Der Sieg war absolut verdient. Die Jungs können stolz darauf sein, was sie geleistet haben. Ich hoffe, es geht so weiter."

Peter Schöttel (Rapid-Trainer): "Das Ergebnis ärgert mich sehr. Der Gegner ist tief gestanden, hat uns eigentlich sehr viel Ballbesitz zugestanden, uns kombinieren lassen. Wir haben dann aus einer Standardsituation ein Gegentor eingefangen, hätten aber noch genug Zeit gehabt, das zu korrigieren. Wir haben versucht Druck aufzubauen, das ist teilweise gelungen, zeitweise aber gar nicht. Trotzdem haben wir drei, vier richtig große Chancen gehabt, wenn da keiner reingeht braucht man sich auch nicht wundern, wenn man verliert."

Christian Dobnik (WAC-Tormann): "Es war eine sehr harte Partie, der tiefe Boden hat viel Kraft gekostet. Wir sind sehr aggressiv gewesen, sind in die Zweikämpfe gegangen, das war das Erfolgsrezept. Wir können stolz sein, die Punkte gemacht zu haben." Zur eigenen Leistung: "Einmal spielt der besser, einmal ein anderer. Wir haben die drei Punkte gemacht, das ist das Wichtigste."

AustriaInnsbruck 2:0

Peter Stöger (Austria-Trainer): "Wir haben schwer ins Spiel gefunden, das Tor hat uns dann ein bisschen Sicherheit gegeben, trotzdem waren wir in vielen Phasen nicht ruhig genug am Ball. Mit dem 2:0 war die Partie dann erledigt. Wir wissen den Sieg einzuordnen. Wir wissen, dass wir besser spielen können, trotzdem haben wir die Partie relativ souverän gewonnen. Die zumindest kurzfristige Tabellenführung freut uns wirklich sehr, das ist ein Zeichen, dass einiges passt, einiges stimmt."

Walter Kogler (Wacker-Innsbruck-Trainer): "Es war kein schlechtes Spiel von uns. Wir sind unglücklich in Rückstand geraten, so ist es halt meistens, wenn man einem Erfolgserlebnis nachläuft. Da ist man ein wenig hektisch und unsicher. Bei der Austria ist genau das Gegenteil der Fall, mit der Gewissheit der Stabilität und der vergangenen Siege haben sie die notwendige Ruhe. Die Gerüchte über meine mögliche Entlassung werden in die Welt gesetzt, um Unruhe zu stiften. Das Treffen mit dem Vorstand nächste Woche war schon vor dem Spiel ausgemacht."

Manuel Ortlechner (Austria-Kapitän): "Der Sieg geht in Ordnung, aber es gibt noch viel Luft nach oben. Wir bringen derzeit solche Arbeitssiege gut über die Runden. Wir werden aber sicher nicht zu viel auf die Tabelle schauen."

Sturm – Admira 3:2

Peter Hyballa (Sturm-Trainer): "Sturm hat deswegen einen jungen Trainer geholt, weil das Herzinfarkt-Risiko bei diesem Club sehr hoch ist. In der ersten Hälfte waren wir sehr erwachsen, haben klar dominiert, aber bei dieser Mannschaft ist immer was los. Nach dem 2:2 habe ich mir gedacht: `Scheiße!` Die Admira versteht es eben, schnellen Tempofußball zu spielen. Und wir bekommen noch immer zu leicht Tore, das müssen wir abstellen."

Manuel Weber (Sturm-Kapitän): "Wir hätten nach der ersten Hälfte das Match runterspielen müssen. Doch nach dem 1:2 war auf einmal die Verunsicherung da. So schnell kann es gehen, aber zum Glück haben wir noch das 3:2 gemacht."

Richard Sukuta-Pasu (Sturm-Matchwinner mit zwei Toren): "In der ersten Hälfte haben wir das umgesetzt, was der Trainer von uns verlangt. In der zweiten Hälfte war dann dieser Hänger, aber zum Glück sind wir wieder aufgewacht."

Dietmar Kühbauer (Admira-Trainer): "In der ersten Hälfte waren wir Sturm in allen Belangen unterlegen. In der zweiten Hälfte hat sich die Mannschaft dann aufgebäumt. Nach dem 2:2 hatten wir sogar zwei riesige Chancen auf weitere Tore, wenn die reingehen, geht das Match anders aus. Fehler gehören zum Fußball, doch so viele Fehler, wie wir heute gemacht haben, dürfen nicht passieren."

Mattersburg – Ried 2:1

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Wir sind mit drei Punkten belohnt worden. Es war ein schwieriges Spiel, Ried war eine harte Nuss. Die erste Hälfte war fantastisch von uns, ich habe von meiner Mannschaft keine Fehler gesehen. In der zweiten Hälfte waren wir ein bisschen zu passiv. Die zwölf Punkte sind angenehm für uns. Ich bin stolz auf meine Mannschaft."

Heinz Fuchsbichler (Ried-Trainer): "Wir wollten unbedingt etwas mitnehmen. Es waren zwei individuelle Fehler von uns, die zu den Toren führten. Dann haben wir in der zweiten Hälfte alles riskiert, aber in Mattersburg ist es schwierig. Die Niederlage ist enttäuschend. Die Rote Karte für Hadzic war lächerlich."

Salzburg - Wr. Neustadt 1:1

Roger Schmidt (Salzburg-Trainer): "Mit unseren Ansprüchen müssten wir dieses Spiel gewinnen. Wir haben zwar alles gegeben, aber es hat nicht gereicht. Die Angriffe wurden nicht konkret genug zu Ende gespielt, über die Außen kam viel zu wenig, und der letzte Ball wurde zu wenig gut verarbeitet. Wenn man so offensiv agiert, ist man natürlich anfällig für Konter. Die Mannschaft hat alles versucht, aber mit den falschen Mitteln. Wir bekommen auch zu einfache und zu viele Gegentore, das müssen wir schnellstmöglich abstellen. Als Red Bull ist man permanent gefordert. Wenn man viel wechselt, ist man nicht zufrieden. Die Situation dauert länger als wir erwartet haben. Aber es sind noch dreißig Runden zu spielen."

Martin Hinteregger (Salzburg-Verteidiger): "Wir treten auf der Stelle."

Heimo Pfeifenberger (Trainer Wr. Neustadt): "Vor dem Spiel war es noch ein Glauben und Hoffen, dass wir hier vielleicht einen Punkt mitnehmen. Ich bin natürlich sehr zufrieden damit, wir hatten eigentlich nur in den ersten 20 Minuten Riesenprobleme. Da war der Druck von Red Bull schon sehr groß. Aber in der zweiten Hälfte hatten wir die besseren Chancen. Mich freut es für die Spieler, dass dieses Tor aus einer Standardsituation entstanden ist, die sich die Spieler im Training selbst erarbeitet haben."

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