Danach stand Kavlak im Mittelpunkt
Vor dem Spiel drehte sich alles um Paul Scharner. Danach stand
Veli Kavlak im Mittelpunkt, vor allem bei den türkischen Journalisten.
17 Länderspiele hat er vergeblich auf den ersten Treffer gewartet. Im 18. Auftritt für das A-Team hat es geklappt - und das ausgerechnet gegen die Türkei, die Heimat seiner Vorfahren. "Ich bin froh, dass ich das Tor gemacht habe, das war ein besonderer Moment", erklärte der Mittelfeldspieler.
Kavlak war bereits in der 2. Minute Nutznießer des guten Pressings seiner Mannschaft und des missglückten Abschlags von Goalie Fehmi Mert Günök - die Ballannahme und der Schupfer aus 20 Metern waren dann technisch perfekt. "Ich hatte gar nicht mehr viel Zeit, nachzudenken", beschrieb der 23-Jährige die Szene zum 1:0.
Guter Boden
Nach dem Schlusspfiff war der Ex-Rapidler bei den türkischen Journalisten ein gefragter Interviewpartner, schließlich spielt er seit Sommer 2011 für Beşiktaş Istanbul.
Dass ausgerechnet ein Österreicher mit türkischen Wurzeln die Niederlage die
Türkei einleitete, schlug am Bosporus hohe Wellen - wobei Kavlak die große Aufmerksamkeit fast schon unangenehm war. "Aber am Wochenende beginnt die Meisterschaft, da sind dann alle Augen wieder auf die Liga gerichtet", meinte der Wiener.
Der Rasen des Happel-Stadions dürfte Kavlak liegen: An gleicher Stelle erzielte er am 30. September 2010 in der Europa-League-Gruppenphase beim 1:2 von Rapid gegen Beşiktaş das sehenswerte Tor zum zwischenzeitlichen 1:0 - dieser Treffer dürfte ihm den Weg nach Istanbul geebnet haben. "Es schaut so aus, als ob das Happel-Stadion für mich ein guter Boden wäre", schmunzelte der U20-WM-Vierte von 2007.
Der letzte Test vor der
WM-Qualifikation endete laut Kavlak mit einem "Sieg über eine tolle Mannschaft", doch überbewerten wollte er den Erfolg auch wieder nicht.
"Das war nur ein Freundschaftsspiel. So richtig ernst wird es erst am 11. September gegen Deutschland." Für diese Partie dürfte Kavlak spätestens seit seiner Leistung gegen die Türkei gesetzt sein, sofern David Alaba - wie zu erwarten - ausfallen sollte.
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