Sport | Fußball 21.12.2011

Chelseas Terry muss vor Gericht

© Bild: REUTERS

Weil er einen Gegenspieler rassistisch beleidigt haben soll, muss er sich am 1. Februar vor Gericht verantworten.

Englands Fußball-Nationalspieler John Terry muss wegen Rassismus-Vorwürfen vor Gericht. Chelseas Kapitän muss sich am 1. Februar 2012 vor dem West London Magistrate Court verantworten. Terry soll Anton Ferdinand von den Queens Park Rangers beim Auswärtsspiel am 23. Oktober 2011 rassistisch beleidigt haben. Dies würde das zu dem Fall ausgewertete Filmmaterial belegen, hieß es laut Medienberichten. Bei einer Verurteilung droht Terry eine Geldstrafe.

Die Londoner Staatsanwaltschaft begründete die Anklage. "Die Entscheidung fiel nach einer intensiven Sichtung des vorliegenden Beweismaterials", erklärte Alison Saunders von der Behörde. "Wir sind erleichtert, dass es ausreichende Beweise für eine realistische Strafverfolgung gibt, zumal dieser Fall von großem öffentlichen Interesse ist."

Terry bestreitet, den jüngeren Bruder von Manchester-United-Abwehrchef Rio Ferdinand rassistisch geschmäht zu haben. Er zeigte sich enttäuscht über die Entscheidung der Ermittlungsbehörde: "Ich hoffe, dass ich die Chance bekomme, meinen Namen so schnell wie möglich reinzuwaschen."

Auch der englische Verband FA untersucht den Vorfall. Erst am Dienstag wurde Liverpool-Stürmer Luis Suárez von der FA für acht Spiele gesperrt, weil er Manchester Uniteds Patrice Evra rassistisch beleidigt hatte.

Rückendeckung erhielt der 30-Jährige von Chelseas Trainer Andre Villas-Boas: "Ich kann nur sagen, dass John unsere volle Unterstützung hat." Trotz der Affäre wird Terry nach überstandener Verletzung die "Blues" am Donnerstag im London-Derby gegen Tottenham Hotspur anführen.

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Erstellt am 21.12.2011