Brazilian soccer team coach Felipe Scolari (L) talks with former coach Carlos Alberto Parreira before the start of the official draw for the FIFA Confederations Cup Brazil 2013 in Sao Paulo, December 1, 2012. REUTERS/Nacho Doce (BRAZIL - Tags: SPORT SOCCER SPORT SOCCER WORLD CUP)

© Reuters/NACHO DOCE

Weltmeister-Trainer
02/26/2013

Carlos Alberto Parreira wird 70

Seit November ist er neben Cheftrainer Felipe Scolari zweiter Mann bei Brasiliens Team.

Als Carlos Alberto Parreira bei der Fußball-WM 2010 mit der südafrikanischen Gastgebermannschaft in der Gruppenphase ausschied, war für ihn die internationale Trainer-Karriere vorbei. Er wolle nicht mehr weitermachen, sagte der Coach damals bei seinem Rücktritt, ließ aber eine Hintertür offen: "Wenn, dann werde ich nur noch Trainer in Brasilien." Zum Top-Job bei der Selecao reichte es nicht. Aber Parreira, der am Mittwoch 70 Jahre alt wird, ist seit November zweiter Mann neben dem neuen Cheftrainer Felipe Scolari.

Scolari hatte seine Unterschrift unter den Trainer-Vertrag davon abhängig gemacht, ob Parreira als Koordinator mit ins Boot genommen wird. Die beiden sind ein "Weltmeister-Duo" - Parreira führte Brasilien 1994 zum vierten WM-Titel, Scolari holte 2002 Titel Nummer fünf. Beiden sollen den nationalen Traum erfüllen und Brasilien 2014 im eigenen Land zum Sechsfach-Champion krönen.

Fünf Nationalteams

Parreira betreute fünf Nationalteams bei sechs Weltmeisterschaften: Kuwait (1982), die Vereinigten Arabischen Emiraten (1990), Brasilien (1994/2006), Saudi-Arabien (1998) und Südafrika (2010). Zum Teil kehrte er mehrmals als Nationaltrainer in die Länder zurück, auch Ghana coachte er als Trainer-Jungspund 1967 mit 24 Jahren. Auf der Arbeitgeber-Liste stehen aber vor allem Klubs. Er coachte in Brasilien unter anderen Fluminense, Corinthians und den FC Sao Paulo, in Spanien Valencia, in der Türkei Fenerbahce und in den USA die MetroStars.

Dem Kunstliebhaber eilt der Ruf voraus, vor allem Theoretiker zu sein. Anders als der hitzige Scolari zeigt sich Parreira bei Pressekonferenzen oft etwas spröde, in der Spielstrategie nach Meinung der Kritiker zu defensiv und bei Spieler-Nominierungen zu zögerlich. So kam Romario bei den Qualifikationsspielen zur WM 1994 nur durch massiven öffentlichen Druck zum Einsatz und später in den WM-Kader, ehe er in den USA entscheidend zum WM-Sieg Brasiliens beitrug.

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