Christian Gratzei verlas den offenen Brief.

© APA/ERWIN SCHERIAU

Bundesliga

Sturm-Spieler schwören Fans mit offenem Brief ein

Christian Gratzei verlas den Brief des Spielerrats bei einer Pressekonferenz.

12/13/2013, 03:01 PM

Die zuletzt schwachen Leistungen mit fünf Niederlagen aus den jüngsten sieben Spielen haben die Spieler von Sturm Graz vor dem Heimduell mit Überraschungsaufsteiger Grödig am Samstag (19.00 Uhr) zu einem kollektiven Leistungs-Gelöbnis veranlasst. Nach dem 1:2 beim WAC soll der offene Brief an die eigene Fangemeinde offenbar alle Reserven mobilisieren.

"Es läuft alles andere als gut", laß Ersatzgoalie Christian Gratzei stellvertretend für den bei der Pressekonferenz versammelten Spielerrat aus dem Schreiben vor. Das Potenzial der Mannschaft sei "nicht annähernd ausgeschöpft". "Jeder gibt alles, jeden Tag. Wir als Mannschaft sind am meisten enttäuscht." Man werde, so hieß es weiter, als "verschworene Einheit mit dem Trainerteam und dem Verein" in den letzten zwei Spielen dieses Jahres sowie im Frühjahr alles geben. Nicht mehr geben wird man vorläufig hingegen Interviews, Statements nach dem Spiel ausgenommen.

Trainer Darko Milanic formulierte es ähnlich. "Wir wollen alles probieren", sagte der Slowene. "Wir wissen, dass wir eine schlechte Saison gehabt haben. Aber ich kann den Spielern nicht vorwerfen, dass sie nicht alles probieren." Manager Gerhard Goldbrich, der am Donnerstag gemeinsam mit Präsident Christian Jauk Gespräche mit den Spielern führte, stieß ins selbe Horn. "Die Mannschaft ist intakt. Wir kommen wieder zurück, darauf können sich alle verlassen", versicherte Goldbrich.

Respekt zeigte Milanic indes vor Grödig. "Sie haben auch mit vielen Ausfällen gezeigt, dass sie noch genug Qualität haben", betonte Milanic und erinnerte sich an den 1:0-Auswärtssieg in der Untersberg-Arena Anfang Oktober. "Da waren wir in der ersten Hälfte sehr gut, in der zweiten haben wir ein bisschen die Kontrolle verloren." Er sieht Grödigs Trümpfe vor allem in der Offensive: "Defensiv sind sie aber nicht so stark." Gerade zu Hause zeigten sich die Grazer 2013/14 freilich äußerst launisch: In den jüngsten sechs Heimspielen wechselten sich Sieg und Niederlage ständig ab.

Hütter gibt Druck ab

Grödigs Coach Adi Hütter wies trotz konstant guter Leistungen, eines erfrischenden Offensivfußballs und Platz zwei in der Tabelle die Favoritenrolle von sich. "Der Druck liegt ganz klar bei Sturm Graz, sie müssen gegen uns gewinnen, wenn sie noch einmal Anschluss zur Spitzengruppe finden wollen. Da geht es um den Europacup", erklärte der 43-Jährige. "Wir werden aber wie immer mit viel Laufarbeit und Einsatzbereitschaft dagegenhalten und versuchen, die Grazer auch im eigenen Stadion unter Druck zu setzen."

Die Personalsorgen werden für Hütter, dessen Team in der laufenden Saison fünf Auswärtssiege - nur die Salzburger "Bullen" können da mithalten - feierte, jedenfalls kleiner. Die zuletzt gesperrten Mario Leitgeb, Tschernegg und Karner stehen ebenso wieder zur Verfügung wie Salamon. Sigurdsson ist fraglich, Trdina (Ferse) kommt neu zu den Verletzten Cabrera, Strobl und Schubert hinzu.

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