Sechs Mal durften die Bullen zum Jubeln zusammenkommen.

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Bundesliga
02/08/2014

Soriano und Alan schießen Grödig ab

Die Bullen fegen im Salzburger Derby mit 6:0 über den ersten Verfolger hinweg.

von Stephan Blumenschein

Roger Schmidt will sich noch nicht zum Meistertitel gratulieren lassen, aber zu diesem wird sich der Salzburg-Trainer bald gratulieren lassen dürfen. Nach dem 6:0 im direkten Duell beträgt der Vorsprung auf den ersten Verfolger Grödig nun schon 17 Punkte.

Trotz des klaren Erfolges war die spielerische Leistung des Tabellenführers lange weit von dem entfernt, was die Salzburger im Herbst sehr oft gezeigt hatten - nämlich bis zur 57. Minute, bis zum vorentscheidenden 3:0.

Das dritte Salzburger Bundesliga-Derby war eine Kopie des 5:1-Sieges der Salzburger vergangenen Sonntag in Wiener Neustadt. Wieder hatte der Tabellenführer Probleme, weil der Gegner die Spielweise kopierte und Salzburg mit dem offensiven Pressing nicht zurechtkam.

Aber wie Wiener Neustadt hatte Grödig in der Offensive nicht die Qualität, um die Fehler der Salzburger zu nutzen. Und wieder sollte sich zeigen, dass Salzburg in der Offensive einfach die individuelle Klasse hat, um aus wenig viel zu machen.

Wieder mündeten die ersten beiden Chancen in Tore. Alan (17.) und Soriano (20.) waren erfolgreich, auch weil Grödig defensiv nicht kompakt genug war und den Salzburgern das Toreschießen einfach machte. Beide Treffer waren auch untypisch für Salzburg, fielen beide doch nach langen Abschlägen aus der eigenen Hälfte.

Schon zur Pause gab es für die vom Lob verwöhnten Salzburger eine verbale Watschen aus den eigenen Reihen. „Mit so einer Leistung brauchen wir gegen Ajax gar nicht anzutreten“, meinte Sportchef Ralf Rangnick beim TV-Sender Sky.

Auch nach der Pause waren die Salzburger zunächst nur vor dem Tor meisterlich: Die erste Chance verwertete Soriano zum 3:0 (57.), die zweite der Spanier zum 4:0 (59.), die dritte Alan zum 5:0 (65.). Damit war Grödigs Gegenwehr endgültig gebrochen, der Aufsteiger, der mit einer im Vergleich zum Herbst stark veränderten Mannschaft angetreten war, konnte dem Salzburger Angriffswirbel nun nichts mehr entgegensetzen.

Die letzte halbe Stunde war dann jenes Salzburger Schaulaufen, das im Herbst schon oft über eine wesentlich längere Zeit gezeigt wurde. Und auch ein sechster Treffer sollte noch fallen: Mit Alan traf just der beste Spieler auf dem Platz ein drittes Mal (87.).

Ergebnis und Tabelle

Red Bull Salzburg - SV Grödig 6:0

Salzburg, Red Bull Arena, 13.111, SR Schörgenhofer.


Tore: 1:0 (17.) Alan
2:0 (20.) Soriano
3:0 (57.) Soriano
4:0 (59.) Soriano
5:0 (66.) Alan
6:0 (87.) Alan

Salzburg: Gulacsi - Schwegler, Ramalho (82. Klein), Hinteregger, Ulmer - Ilsanker - Kampl, Ch. Leitgeb (63. Berisha), Mane - Soriano (63. Zulj), Alan

Grödig: Stankovic - Hart, Maak, Karner, Martschinko - M. Leitgeb, Fountas - Huspek, Nutz (73. Trdina), Boller (61. Handle) - Elsneg

Gelbe Karten: keine bzw. Boller

Tabelle

Mit dieser ersten Hälfte war ich nicht zufrieden

Roger Schmidt (Salzburg-Trainer): "Es war das erwartet harte Spiel. Wir haben kein Mittel gegen diese aggressiven Grödiger gefunden. Dabei ist das 2:0 uns entgegengekommen. Mit dieser ersten Hälfte war ich nicht zufrieden. In der zweiten Hälfte waren wir in der Lage, unser wahres Gesicht zu zeigen. Ich freue mich, dass die Mannschaft in der Lage war, den Schalter umzulegen. Wenn wir in der Europa League etwas erreichen wollen, dürfen wir nicht so auftreten wie in der ersten Hälfte."

Adi Hütter (Grödig-Trainer): "Die erste Hälfte war ein ordentliches Spiel von uns. Das dritte Tor war der Knackpunkt. Diese Bullen haben eine tolle Qualität, da macht es auch dem gegnerischen Trainer Spaß zuzusehen. Auch wenn dies heute für mich persönlich die bitterste und höchste Niederlage als Trainer war. Ich kann mich nicht erinnern, dass es jemals in Österreich eine Mannschaft mit einer derartigen Qualität gegeben hat."

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