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Bundesliga
02/08/2014

Ried dreht Spiel gegen Wr. Neustadt

Die Innviertler orientieren sich nach dem 2:1 weiter nach oben.

Mit Defensivfußball wollte Heimo Pfeifenberger nichts mehr zu tun haben. „Wir wollen attraktiv spielen und müssen dann auch einmal in Kauf nehmen, eine Tätsch’n zu kriegen“, sagte der Wr. Neustadt-Coach vor dem Auswärtsspiel in Ried. Und die Mannschaft des 47-Jährigen machte das Versprechen ihres Trainers wahr. Nach fünf Minuten ließ Rauter den Ball prallen, Koch traf ins lange Eck zur Führung.

Ried spielte erstmals mit Ex-Rapidler Harald Pichler in der Innenverteidigung, dafür ohne den nach Salzburg gewechselten Robert Zulj. Und Ried kämpfte sich zurück. Trauner spielte einen idealen Lochpass auf den schnellen Eigenbauspieler Patrick Möschl, der zum Ausgleich traf (13.).

In Hälfte zwei hatten die Rieder die zwingenderen Chancen. Zuerst wehrte Vollnhofer einen Fernschuss des spanischen Neuzugangs Gerard Oliva ab, dann scheiterte Pichler in einer Aktion gleich zwei Mal am Schlussmann.

In Minute 79 schlug es dann doch ein: Oliva drosch den Ball aus zehn Metern ins Netz zum 2:1. In der Schlussphase warf Wr. Neustadt alles nach vorne, doch es blieb bei der „Tätsch’n“ für Pfeifenberger. Ried ist für 22 Stunden Dritter der Tabelle.

Ergebnis und Tabelle

SV Ried - SC Wr. Neustadt 2:1 (1:1)

Keine-Sorgen-Arena, 3.900 Zuschauer, SR Harkam.


Tore: 0:1 (5.) M. Koch
1:1 (13.) Möschl
2:1 (79.) Oliva

Ried: Gebauer - Hinum, Reifeltshammer, Pichler, A. Schicker - Trauner, Zwischenbrugger (58. Kragl) - Vastic (64. Perstaller), Oliva, Möschl (92. Sandro) - Gartler

Wr. Neustadt: Vollnhofer - Pollhammer, Mimm, M. Wallner, Stangl - M. Koch, Säumel - Dobras (80. Witteveen), Rauter, Denner (66. Hlinka) - Pichlmann (66. Fröschl)

Gelbe Karten: Möschl bzw. Wallner, Dobras

Tabelle

Es war ein Sieg der Moral

Michael Angerschmid (Ried-Trainer): "Es war ein Sieg der Moral. Aufgrund der zweiten Hälfte ist der Sieg verdient, am Anfang haben wir zu sehr mit angezogener Handbremse gespielt. Wiener Neustadt ist eine kompakte Mannschaft, die schwer zu spielen ist. In der zweiten Hälfte waren wir dann aggressiver. Dadurch haben wir mehr Übergewicht im Spiel bekommen. Das Tor zum 2:1 war dann wie eine Erlösung."

Heimo Pfeifenberger (Wr. Neustadt-Trainer): "Wir sind gut in die Partie gestartet, doch dann folgte die krasse Fehlentscheidung (Anm. vermeintliches Foul an Pichlmann). Statt Freistoß für uns kassieren wir im Konter den Ausgleich. Das war für mich die Schlüsselszene. Das allein ist allerdings für mich zu wenig, denn man muss auch sagen, dass wir insgesamt nicht aggressiv genug waren. Anders als das zuletzt gegen Salzburg der Fall war. Ich habe in er zweiten Hälfte das System umgestellt, aber bis auf die Kopfballchance von Witteveen kam wenig dabei heraus. Wir müssen im Spiel nach vorne einfach ruhiger werden."

Gerard Oliva (Siegtorschütze Ried): "Wenn ich den Ball im Strafraum sehe, dann will ich auch unbedingt das Tor machen. Ein Tor in meinem ersten Match ist natürlich sehr speziell für mich. Auch weil meine Eltern im Stadion waren. In Spanien steht mehr der technische Fußball im Vordergrund, hier geht es schon härter zu."

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