Oliver Lederer trainiert auch in der kommenden Saison Admira.

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Trainer-Farce bei der Admira
06/09/2015

Trainer-Farce bei der Admira

Oliver Lederer bleibt auch ohne der vorgeschriebenen UEFA-Pro-Lizenz Cheftrainer.

Die letzte Trainerentscheidung in der Bundesliga für die kommende Saison ist gefallen. Und diese ist alles andere als eine Überraschung und eigentlich eine Farce: Oliver Lederer bleibt Trainer bei der Admira, obwohl ihm die nötige Trainerlizenz fehlt. Ihm zur Seite steht Ernst Baumeister, der im Besitz der für die oberste Spielklasse notwendigen UEFA-Pro-Lizenz ist. Beide sollen ein "gleichwertiges Trainer-Duo" bilden.

Lederer war Anfang April nach dem Rücktritt von Walter Knaller vom Assistenten interimistisch zum Chef-Trainer aufgestiegen. Weil ihm aber die nötige UEFA-Pro-Lizenz fehlt, wurde der Admira in 1. Instanz die Bundesliga-Lizenz verwehrt. Deshalb sprang schon vor einigen Wochen Ex-Admira-Trainer Baumeister ein, stellte seine gültige Lizenz zur Verfügung und rettete so den Südstädtern die Lizenz in zweiter Instanz. Die Mission "Klassenerhalt" schaffte der 37-jährige Lederer aber im Alleingang.

Interne Lösung

"Mit Ernst Baumeister konnten wir einen erfahrenen Trainer engagieren, der die handelnden Personen, den gesamten Verein und seine Philosophie bestens kennt und sich mit dieser auch voll und ganz identifizieren kann. Nach dem Erreichen des großen Ziels Klassenerhalt unter schwierigen Voraussetzungen war es uns wichtig, auch den bisherigen Trainer Oliver Lederer im Trainerteam zu halten, um bestmögliche Kontinuität für die Mannschaft und den Verein zu gewährleisten", erklärte General-Manager Alexander Friedl in einer Klubaussendung.

Lederer, der erklärt hatte, nie wieder als Co-Trainer zur Verfügung zu stehen, ist also nun auch offiziell gleich gestellter Chef-Trainer mit Lizenzträger Baumeister. "Ernst Baumeister und ich haben uns bereits in den vergangenen Wochen inhaltlich gefunden, wir stehen auf ein und derselben Ebene. Wir sind auf der selben Wellenlänge, und es gibt eine klar definierte Rollenverteilung innerhalb unseres Trainerteams. Toll, dass er mit an Bord ist, so sind wir gut gerüstet für die bevorstehende Meisterschaft", sagt Lederer zur künftigen Rollenverteilung.

Vorbild Leverkusen

Die Admira kopiert mit dieser Lösung Bayer Leverkusen. Beim deutschen Bundesligisten hatten am 1. April 2012 nach der Freistellung von Robin Dutt Sascha Lewandowski und Sami Hyypiä gemeinsam das Traineramt übernommen. Hyypiä, der nicht die erforderliche Trainer-Lizenz besaß, wurde Teamchef, Lewandowski, der die erforderliche Fußballlehrer-Lizenz des DFB 2011 bestanden hatte, wurde Cheftrainer. Beide arbeiteten bis Saisonende 2012/'13 zusammen.

So lange müsste auch bei der Admira das Trainerduo im Amt bleiben, dann könnte Lederer endlich auch offiziell als allein verantwortlicher Cheftrainer arbeiten. Denn im Herbst 2016 beginnt der nächste UEFA-Pro-Lizenz-Lehrgang des ÖFB. Und alleine die Teilnahme reicht schon, um einen Bundesligisten betreuen zu dürfen.

"Mit Ernst Baumeister konnten wir einen erfahrenen Trainer engagieren, der die handelnden Personen, den gesamten Verein und seine Philosophie bestens kennt und sich mit dieser auch voll und ganz identifizieren kann. Nach dem Erreichen des großen Ziels Klassenerhalt unter schwierigen Voraussetzungen war es uns wichtig, auch den bisherigen Trainer Oliver Lederer im Trainerteam zu halten, um bestmögliche Kontinuität für die Mannschaft und den Verein zu gewährleisten", meint General Manager Alexander Friedl.
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