Heimkehr: Adi Hütter ist in Altach groß geworden. Heute gastiert der Vorarlberger mit Salzburg daheim.

© Agentur Diener/DIENER / Juergen Wassmuth

Bundesliga
11/09/2014

Heimspiel für Salzburg-Coach Hütter

Der Altacher Hütter gastiert in Altach.

von Stephan Blumenschein

Leicht hat er es nicht in Salzburg, der Adi Hütter. Denn der Schatten seines Vorgängers ist ein großer. Everybody’s Darling war Roger Schmidt in der Red-Bull-Familie, als wäre alles zu Gold geworden, was der Deutsche berührt hat. Diesen Eindruck kann man gewinnen, wenn jetzt gerade jene über Schmidt plaudern, die den aktuellen Leverkusen-Trainer nach der Düdelingen-Blamage nach nicht einmal zwei Monaten am liebsten in die Wüste geschickt hätten.

Jedenfalls wird Hütters Arbeit zu jeder Gelegenheit mit jener von Schmidt verglichen. Dass er sich an Schmidt messen lassen muss, taugt dessen Nachfolger aber gar nicht: "Ich halte grundsätzlich nicht viel von Vergleichen mit meinem Vorgänger. Meine Ambition ist es, die Mannschaft weiterzuentwickeln. Von den Fakten sprechen viele Sachen Bände", meint Hütter.

Recht hat er. Im nackten Ergebnisvergleich schneidet er gut ab: In der Champions-League-Qualifikation ist er weiter gekommen als Schmidt. In der Europa- League-Gruppenphase hat Hütter wie sein Vorgänger auch schon nach vier Spielen den Aufstieg geschafft. Im Cup steht er wie zwei Mal Schmidt im Viertelfinale. Und in der Bundesliga ist er wie Schmidt vor einem Jahr Erster, und das mit zwei geschossenen Toren mehr.

Punktemäßig könnte Hütter heute mit Schmidt gleichziehen. Bei einem Sieg in Altach (17 Uhr, live Sky Sport Austria) hätte Salzburg 34 Punkte auf dem Konto – wie auch nach 15 Runden in der vergangenen Saison.

Altacher Serie

Ein Selbstläufer wird die Partie für Salzburg aber nicht werden, Altach ist seit acht Spielen ungeschlagen, die letzte Niederlage war das 0:5 in Salzburg. "Wir wissen um die Altacher Stärken. Sie sind besonders bei Standardsituationen gefährlich", sagt der gebürtige Altacher Hütter.

Mit seiner Mannschaft ist er gestern per Flugzeug nach Vorarlberg gereist – zur siebenten Partie in drei Wochen. Mit dabei ist erstmals Smail Prevljak: Der 19-jährige Bosnier war im August aus Leipzig gekommen und hat bisher für Liefering gespielt. Prevljak ist nur ein Vorbote für das, was bald normal sein wird: Spieler werden von Leipzig nach Salzburg wechseln und nicht nur umgekehrt.

Die Salzburger Zukunft geigte beim FC Liefering auf

Mergim Berisha ist erst 16 Jahre alt. Am Freitag schoss der Stürmer, der normalerweise in der U 18 der Salzburger Akademie spielt, in seiner ersten Minute in Österreichs zweithöchster Spielklasse im Schlager gegen Mattersburg gleich ein Tor: Das 3:0 von Berisha, der nicht verwandt ist mit Salzburgs derzeit verletztem Norweger Valon Berisha, war die Entscheidung im direkten Duell um Platz 2 in der Ersten Liga. Die Burgenländer konnten nur noch durch Karim Onisiwo ein Tor aufholen.

Ersatzgeschwächt

Der 3:1-Erfolg der Lieferinger ist bemerkenswert, weil bei der Red-Bull-Elf zahlreiche Stammkräfte aus diversesten Gründen gefehlt haben. Trotzdem war die Mannschaft von Trainer Peter Zeidler noch immer stark genug, um Mattersburg zu schlagen.

Die Brasilianer Lucas Venuto und Felipe Pires steuerten die restlichen Treffer der Lieferinger bei. Die beiden Offensivspieler, die aus der Red-Bull-Akademie in Campinas über Leipzig nach Salzburg gekommen sind, könnten übrigens bald zum Kader des österreichischen Meisters gehören. "Das sind für mich hochinteressante Spieler. Pires ist vielleicht noch einen Tick interessanter, weil er einen fantastischen Körper hat, groß, athletisch, schnell wie die Sau. Das ist ein Spieler, dem man den nächsten Schritt in Salzburg ermöglichen muss", sagt Sportchef Ralf Rangnick.

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