Sport | Fußball
11.04.2018

Bickel: „Gibt Anfragen für Galvao, nicht aus Stuttgart“

Der Rapid-Sportdirektor ist über Transfermeldungen verwundert. Um zwei Millionen würde Galvao keine Freigabe bekommen.

Nach den sehr ernsthaften Bemühungen von Köln um Louis Schaub wurde am Mittwoch der nächste Rapidler quasi schon nach Deutschland verabschiedet. Das brasilianische Online-Portal Alemanha FC berichtet, dass Lucas Galvao mit Stuttgart einig sei und um zwei Millionen Euro in die Bundesliga wechseln wird. Immerhin als Nachfolger von Holger Badstuber.

Gegenüber transfermarkt.de bestätige „Berater Leonardo Scheinkman“ das. Rapid-Sportchef Fredy Bickel kam dabei einiges Portugiesisch vor.

1. „Es gibt seit dem Winter mehrere Anfragen für Galvao, aber keine aus Stuttgart“, betont Bickel.

2. „Lucas hat seit Jahren ein sehr enges Verhältnis zu seinem Berater Alexandre Dorta. Wer Herr Scheinkman ist, weiß ich nicht.“

3. Mit zwei Millionen wäre der Einkaufspreis für den 26-Jährigen aus Altach zwar nach nur acht Monaten mehr als verdoppelt, aber Rapid würde wesentlich mehr verlangen.

Zukunftshoffnung

Bickel hat ob der Transfermeldungen "kein Kopfweh": "Es gibt kein schriftliches Angebot, Lucas hat keine Ausstiegsklausel und er ist auch keiner, der sich freipressen würde."

Da es nicht viele spielstarke linke Innenverteidiger gibt, wird bei Rapid gehofft, Wöber-Nachfolger Galvao zumindest noch eine Saison halten zu können. Dann könnte der beidbeinige Mert Müldür, 19, so weit sein. Der in Wien geborene Eigenbauspieler (und U-19-Teamspieler für die Türkei) gilt für viele im Verein als „nächster Wöber“.