Beißer Luis Suarez kehrt zurück

Luis Suárez und Branislav Ivanović während eines Fußballspiels.
In einem TV-Spot beweist der Liverpool-Stürmer Selbstironie.

Luis Suarez trägt Hemd und Krawatte. Er beschimpft den Kopierer, klagt über die leere Kaffeekanne und tritt nach dem Fahrstuhl. Er schiebt einem Kollegen die Tastatur vom Schreibtisch und lässt sich fallen, als ein anderer ihm auf die Schulter tippt.

Nichts könnte den Stürmer des FC Liverpool besser beschreiben, als der Werbespot einer Bank, der vor ein paar Monaten mit dem Fußball-Nationalspieler in seiner Heimat Uruguay ausgestrahlt wurde.

Ein Fußballspieler des FC Chelsea spricht mit dem Schiedsrichter.
epa03671975 Chelsea's Branislav Ivanovic (R) demonstrates a bite on the arm to Referee Kevin Friend (L) during the English Premier League soccer match at Anfield, Liverpool, Britain, 21 April 2013. Liverpool's Luis Suarez (not pictured) appeared to bite Ivanovic on the arm during the match which ended 2-2. EPA/PETER POWELL DataCo terms and conditions apply. https://www.epa.eu/downloads/DataCo-TCs.pdf
An diesem Mittwoch steht Suarez den Reds im Liga-Pokal-Duell bei Manchester United erstmals nach seiner langen Sperre wieder zur Verfügung. Für zehn Spiele hatte die englische Football Association (FA) Luis Suarez aus dem Verkehr gezogen, weil er in der vergangenen Saison Chelseas Verteidiger Branislav Ivanovic (Foto) in den Arm gebissen hatte.

Es war nicht das erste Mal in seiner bisherigen Karriere. Auch im Trikot von Ajax Amsterdam hatte der Torjäger schon einmal zugebissen.

Im Dezember 2011 ließ er sich dann auf der Insel zu rassistischen Äußerungen gegen ManUniteds Patrice Evra hinreißen und wurde acht Partien gesperrt. Beide könnten im Duell der dritten Runde im Old Trafford aufeinandertreffen. Liverpool musste seit Suarez' Wechsel von Ajax im Januar 2011 insgesamt 20 Mal wegen einer Sperre auf ihn verzichten.

Die andere Seite

Der TV-Spot zeigt aber auch die andere Seite des Kickers. Seine Beliebtheit und seine Torgefahr. Mit einer kleinen Papierkugel trifft der 26-Jährige zielsicher einen Arbeitskollegen am Kopf. Dann küsst er sein Tattoo am Handgelenk und jubelt, wie man das von ihm aus dem Stadion kennt. In 96 Einsätzen für Liverpool hat er 51 Treffer erzielt.

"Er hat das Potenzial, dass die Fans ihm alles vergessen und verzeihen", schreibt der Daily Telegraph. Dies beziehe auch das Wechseltheater im Sommer mit ein. Suarez hatte beinahe nichts unversucht gelassen, um die Anfield Road zu verlassen und bei einem Champions-League-Teilnehmer anzuheuern.

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