Bei den Violetten ist Reden Gold

Die Austria suchte vor dem Innsbruck-Spiel den Dialog mit unzufriedenen Fans. Ein Platzsturm ist kein Thema.
Ordner und Fans stehen an einem Gitter bei einem Fußballspiel.

Wien darf nicht Kapfenberg werden. Weil sich nach dem 0:1 in der Steiermark einige Austria-Fans bemüßigt gefühlt hatten, den Platz zu stürmen und im letzten Moment daran gehindert worden waren, zeigte die Austria-Führung eine Reaktion. Sie setzte vor dem Heimspiel am Samstag gegen Innsbruck Präventivmaßnahmen und lud am Dienstag zu einem verbalen Doppelpass mit führenden Fanklub-Vertretern.

Die Anhänger forderten von der Mannschaft eine ordentliche Leistung und Kampfgeist bis zum Schlusspfiff, der befürchtete Platzsturm im Falle eines negativen Spielverlaufs steht laut Manager Markus Kraetschmer nicht im Raum. Noch dazu, wo die jüngsten Austria-Mitglieder vor dem Spiel ihr Kinderfest zelebrieren. "Die Gerüchte haben wir ernst genommen. Es ist vernünftig gesprochen worden." Somit sollten die Fans dort bleiben, wo sie hingehören: auf der Tribüne.

Co-Trainer Manfred Schmid stellte sich jedenfalls den Fans. "Das war auch nicht irgendeine Pleite. Der Sieg für Kapfenberg war verdient. So etwas darf einer Wiener Austria nicht mehr passieren."

Am Donnerstag hielt die Austria eine Mitgliederversammlung in der Generali Arena ab, bei der rund 500 Fans am Frage-Antwort-Spiel teilnahmen. Ivica Vastic stellte sich geduldig dem Hauptkritikpunkt, dem kaum vorhandenen Offensivspiel. Den schönen Worten sollen Samstag gegen Innsbruck Taten folgen.

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