epa03812724 FC Barcelona soccer player Neymar (R) puts a paper with wishes in a crack in the Western Wall, Judaism's holiest site, in Jerusalem, Israel, 04 August 2013. The soccer club is on a two-day visit to Israel and the West Bank. EPA/OLIVER WEIKEN

© APA/OLIVER WEIKEN

Fußball
08/04/2013

Barcelona-Stars auf Friedensmission

Lionel Messi, Neymar und Co. besuchten Menschen in Israel und in Palästina.

Während andere Promi-Klubs durch die Kontinente tingeln und damit vorrangig ihre finanziellen Situationen aufbessern, hat sich der FC Barcelona eine ganz besondere Reise einfallen lassen. Sicher eine PR-Aktion, aber eine, die sinnvoll erscheint.

Messi, Neymar und Co. besuchten auf ihrer Nahost-Tour die Palästinensergebiete und Israel, um einen kleinen Beitrag zur Friedensstiftung zu leisten.

Es wurde gekickt mit Kindern aus dem Westjordanland und aus Tel Aviv. Es wurden Gespräche geführt mit dem israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres, der gerade seinen 90. Geburtstag gefeiert hat, und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Und in Bethlehem traf die Delegation aus Katalonien auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas.

Der Aufenthalt des spanischen Meisters sei ein „historischer Moment für das palästinensische Volk“, sagte Dschibril Radschub, der Vorsitzende des palästinensischen Fußball-Verbandes. „Wir würden lieber mehr Spiele und weniger Straßensperren sehen.“

Unterstützung

Der Vorsitzende des Peres-Friedenszentrums, Ido Scharir, war vom Besuch der hochrangigen Fußballer ebenfalls angetan: „Abgesehen von der persönlichen Aufregung jedes einzelnen Kindes ist der Besuch von Barcelona in Israel und den Palästinensergebieten ein Meilenstein auf dem Weg zu einem Dialog zwischen den Völkern mithilfe des Sports.“

Ein Wunder werden die Stars aus Barcelona sicher nicht vollbringen. Ein Zeichen setzen sehr wohl.

Es sei wichtig, darauf hinzuweisen, dass der Besuch des FC Barcelona zu einem Zeitpunkt stattfinde, an dem Israel und die Palästinenser sich gerade bei neuen Nahost-Friedensgesprächen um eine Einigung bemühten, meinte Vereinspräsident Sandro Rosell am Samstag in Bethlehem: „Barcelona wird alles tun, was dabei helfen kann, den Konflikt zu lösen und für Ruhe auf der Welt und hier zu sorgen.“

Am Samstag waren die Spanier nach ihrer Ankunft auf dem Flughafen von Tel Aviv weiter nach Bethlehem zur Geburtskirche gereist. Die Begeisterung kannte dabei keine Grenzen. Die Straßen waren gesäumt von Hunderten von Palästinensern, die Barcelona-Trikots trugen und natürlich auch Vereinsfahnen schwenkten.

Wunschzettel

Vor einem Training mit israelischen Kindern im Bloomfield-Stadion von Tel Aviv besuchten Barcelonas Spieler zunächst die Klagemauer in Jerusalem. Mit weißer Kippa als Kopfbedeckung wurden Zettel mit persönlichen Wünschen in die Mauerritzen gesteckt. Genesungswünsche für den krebskranken Ex-Trainer Vilanova und die Hoffnung auf gute Ergebnisse in nächster Zukunft machten natürlich den Großteil des Inhalts aus.

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