Barça und Bayern im Halbfinale

REUTERSBarcelonas Lionel Messi celebrates scoring a penalty against AC Milan during their Champions League quarter-final second leg soccer match at Camp Nou stadium in Barcelona April 3, 2012.        REUTERS/Albert Gea (SPAIN  - Tags: SPORT SOCCER)
Foto: REUTERS Messi traf zwei Mal per Elfmeter.

Mühelos erreichen der spanische und der deutsche FCB das Halbfinale der Champions League.

Schon nach fünf Minuten war es soweit: Lionel Messi, der König der Königsklasse, lief wieder einmal allen machtlos verteidigenden Gegnern auf und davon, nur beim Abschluss haperte es noch.

Ein Warnschuss für AC Milan. Ein Warnschuss, der nicht gehört wurde. Den Barcelona und Messi kurbelten weiter, ließen keinen Zweifel, dass das eher glanzlose Mailänder 0:0 keine Spuren hinterlassen hatte.

Denn weitere fünf Minuten später stand es im Gesamt-Score schon 1:0. Messi war wieder einmal zu flink, oder Milan-Verteidiger Alessandro Nesta zu langsam. Dieser erwischte Messi trotz seiner 36 Jahre zumindest (was ja auch nicht vielen Messi-Gegenspielern gelingt), blöderweise im Strafraum.

Messi-Coolness

Der Argentinier legte sich den Ball auf, haute ihn ins Netz, jubelte und wusste – er hat schon wieder einen neuen Weltrekord aufgestellt. Noch nie zuvor hatte ein Spieler 13 Tore in einer Champions-League-Saison erzielen können, der Niederländer Ruud van Nistelrooy hatte 2003 im Manchester-United-Dress zwölf Mal getroffen. Dass es das 50. Tor in der Königsklasse für den erst 24-Jährigen war, ist ebenso erstaunlich.

Mit Zahlen ist Messi ohnehin kaum zu fassen, für seine Gegenspieler sowieso nicht. Nach einem Doppelpass mit ihm scheiterte Iniesta an Milan-Tormann Abbiati.

Alles zu schön, um wahr sein sein. Denn mit dem ersten Angriff stellte Nocerino nach einem Pass von Ibrahimovic auf 1:1 (33. Minute). Sieben Minuten währte die Freude der Italiener. Dann hängte Nesta sich ans Trikot von Fàbregas, den Elfer verwertete – richtig, Messi! Tor Nummer 14 in der laufenden Saison.

Die Katalanen machten weiterhin das Spiel, zauberten gelegentlich auch, allerdings mit weniger Risiko – Nocerinos Tor aus heiterem Himmel war Warnung genug. Nach 54 Minuten wurden die Barça-Fans aber erlöst: Welt- und Europameister Iniesta traf in seinem 75. Champions-League-Match zum 3:1.

 Beeindruckend: 52 Spiele ist Barcelona im Heimstadion Camp Nou ungeschlagen. Die vorletzte Hürde auf dem Weg zur Titelverteidigung wird vermutlich Chelsea sein.

Bayern-Glanz

Mit David Alaba als linker Verteidiger haben die Münchner bislang noch kein Spiel verloren und im Schnitt mehr als vier Tore geschossen. Und auch am Dienstag zeigten die Bayern mit Österreichs Teamspieler phasenweise eine Leistung mit dem Prädikat "internationale Sonderklasse". Nachdem die Münchner, bei denen Gomez (kam nach 74 Minuten) und Robben geschont wurden, schon das Auswärtsspiel bei Olympique Marseille 2:0 gewonnen hatten, spielten sie der Allianz-Arena vor allem vor der Pause mit den unterlegenen Franzosen Katz` und Maus und siegten 2:0.

Und Alaba hatte beim 2:0 seine flinken Beine im Spiel: Seinen Quer-Pass verwertete Olic mit seinem zweiten Treffer. Die Bayern schalteten dann einen Gang zurück, sparten die Kräfte für die Liga, in der am Samstag Augsburg kommt. Alaba bot abermals eine starke Leistung, sah in der 64. Minute Gelb nach einem Foul.

Dem Traum von einem Heim-Finale in München steht nur noch Real Madrid im Weg – vorausgesetzt APOEL Nikosia gelingt am Mittwoch kein Fußballwunder.

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(kurier) Erstellt am
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