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05.05.2018

Rapid beendet die Siegesserie des LASK

Nach starkem Beginn fing sich der LASK einen Gegentreffer ein - von dort an hatte Rapid das Heft in der Hand.

So wie gegen Sturm ließ die Kapselverletzung von Lucas Galvao auch gegen den LASK keinen Einsatz zu. Trainer Goran Djuricin wollte nach der Sperre von Max Hofmann nicht Mert Müldür, 19, in einer absoluten Schnittpartie debütieren lassen. Deswegen rutschte Dejan Ljubicic nach hinten in die Not-Abwehr und Thanos Petsos in die Startelf.

Solche Sorgen kennt Oliver Glasner derzeit nicht: Es wurde jene Mannschaft aufgeboten, die zuletzt in Altach 2:0 gewonnen hatte.

Starker Beginn

Das war der siebente Sieg in Folge, gegen Rapid schaute es anfangs ganz klar nach dem achten aus. Joao Victor hatte die ersten beiden Versuche, es sollten laufend weitere folgen, wie von Peter Michorl (16.). Die Linzer waren viel aggressiver und mussten nur auf Fehler der wackeligen Gäste warten. Und die kamen von allen Defensivspielern bis auf Ljubicic. Nach einem Auer-Patzer rettete Richard Strebinger gegen Samuel Tetteh (27.).

Eine Minute später zog der sonst überforderte Thanos Petsos aus rund 30 Metern ab und traf die Latte. Es wäre die am wenigsten verdiente Führung der Rapidler in dieser Saison gewesen. Dabei hatte Djuricin einen speziellen Plan mit einem 4-1-3-2 und Philipp Schobesberger als zweiter Spitze entwickelt. Die erste längere Unterbrechung nutzte der Rapid-Coach zur Rückkehr zum gewohnten 4-2-3-1. Auch die Außenverteidiger wechselten die Seiten.

Damit gewann Rapid die Kontrolle. Der nun links aufgebotene Manuel Thurnwald spielte in die Mitte, Thomas Murg ließ durch und Giorgi Kvilitaia vollendete sicher – 0:1 (41.).

Retter Strebinger

In Hälfte zwei hatte der Aufsteiger oft den Ball, aber nur wenige Ideen. Bei einem Schuss von Michorl war die Abwehr von Strebinger ebenso stark (59.). Bei einem Konter zur möglichen Entscheidung rettete Gernot Trauner gegen Kvilitaia (67.).

Sollte der LASK, der alle anderen Gegner besiegen konnte, gegen Rapid ohne Punkt bleiben? Mit dem Risiko der Linzer stieg auch die Anzahl der Härteeinlagen.

Erst ein Tor war den Linzern diese Saison gegen Rapid geglückt. In Minute 85 dachten viele im ausverkauften Paschinger Stadion an das zweite, aber Strebinger war auch bei einem Tetteh-Freistoß zur Stelle. Im Konter scheiterte Kvilitaia mit dem Matchball an Tormann Pavao Pervan. Als mit der Gelb-Roten für Christian Ramsebner bei den Hausherren die Ordnung verloren ging, traf Joker Andreas Kuen zum Endstand (92.).

Nächsten Sonntag beim Schlager gegen Salzburg muss Rapid auf Kvilitaia verzichten, der sich eine Gelbsperre abholte.