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Sport Fußball
12/05/2011

Austria dreht das Spiel gegen Sturm

Schlagerspiel: Die Favoritner kommen nach einem 0:1-Rückstand noch zu einem späten 2:1-Sieg.

Der Liga-Hit Austria gegen Sturm stand auf dem Samstag-Abend-Programm, die Rede war vor Anpfiff allerdings nur von Sturm-Trainer Franco Foda. Bleibt er? Geht er? Wann geht er? Wohin geht er? Nationalteam oder doch Schalke? Die Zukunft von Foda, der bei Sturm einen Vertrag bis 31. Mai 2012 besitzt, ist noch offen.

Die Diskussionen um den nächsten Karriere-Schritt ihres Trainer erwies sich am Samstag lange Zeit nicht als Hemmschuh für den Meister, der in den letzten Wochen vom Himmel gefallen war. Foda setzte aufgrund der neun Verletzten auf die Jugend - verlor aber durch späte Tore 1:2.

Die Jugend forschte gleich zu Beginn eifrig, als der 19-jährige Stefan Stangl einen Sekundenschlaf der violetten Abwehr zu einem Schuss nützte, den Pascal Grünwald nur kurz abwehren konnte und Darko Bodul zum 0:1 servierte (12.).

Wiener Geduldspiel

Für die Austria erklang in Folge das alte Lied, wenn ein Gegner in der Generali Arena defensiv gut eingestellt ist: Die Suche nach dem richtigen Offensiv-Rezept gestaltete sich mühsam. Da hatte auch Tribünen-Gast und Kabarettist Josef Hader wenig zu lachen, sofern er den Veilchen die Daumen drückte. Zlatko Junuzovic gestand: "In der ersten Hälfte haben wir zu lauwarm gespielt."

In der Pause wurde Karl Daxbacher zum Schreihals.

Die Austria startete mit mehr Nachdruck in die zweite Hälfte, agierte mehr über die Flanken. Sturm zog sich immer weiter zurück, Entlastungsangriffe gab es ebenso wenige wie Chancen.
Und dann kam Liendl. Zunächst auf das Feld, dann in eine gute Schussposition: Der Steirer, der eine Minute zuvor ein gewechselt worden war, ließ Cavlina mit einem sehenswerten Schuss keine Chance (80.). Und die Austria gab sich nicht zufrieden, witterte die Möglichkeit auf den späten Sieg: Barazite traf nach einem Pass von Gorgon zum 2:1 (84.).

Joachim Standfest war enttäuscht: "Es läuft bei uns derzeit nicht. Dabei haben wir bis zur 80. Minute alles erfüllt, was wir uns vergenommen hatten."

Daxbacher war hingegen zufrieden: "Wir haben den Sieg verdient, aber es war harte Arbeit." Sprachs und ließ seiner Freude in den Katakomben der Generali Arena mit einem für ihn ungewohnten Urschrei freien Lauf. Erleichterung pur vor der Europacup-Aufgabe am Donnerstag in Malmö.

Grazer Zukunft

Sturm-Trainer Franco Foda erteilte seiner Mannschaft dennoch ein Kompliment: "Mir hat gefallen, wie sie aufgetreten ist. Bis knapp vor Schluss haben wir die Vorgaben perfekt umgesetzt. Die Austria war optisch überlegen und am Ende druckvoller."

Fodas Abgang aus Graz ist wahrscheinlich, im Hintergrund zerbricht man sich den Kopf über seinen Nachfolger. Genannt werden Markus Schupp oder Paul Gludovatz. Zunächst ist aber Co-Trainer Thomas Kristl als Zwischenlösung ein Thema.

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