Austria: Am Verteilerkreis geht’s rund
Der eine geht, ein anderer könnte schon sehr bald kommen: Bei der Austria geht es knapp vor Transferschluss (31. August) heiß her. Georg Margreitter ist seit Freitag Ex-Austrianer, der 23-Jährige hat beim englischen Zweitligisten Wolverhampton Wanderers einen Vierjahresvertrag unterschrieben. "Es war immer mein Traum und Ziel, eines Tages in England zu spielen", sagt der Vorarlberger.
Englische Medien spekulieren mit einer Ablösesumme von rund 2,5 Millionen Euro, eine Summe, die der Austria-Führung Lacher entlockt. Die Wanderers sind jedenfalls liquide: Am Freitag wurden mit Steven Fletcher (zu Sunderland) und Matt Jarvis (zu West Ham) zwei Spielern um rund 25 Millionen Euro Ablöse verkauft.
"Es ist für alle Beteiligten ein guter Deal. Auch die Rising Stars haben ihre Freude", sagt Finanzvorstand Markus Kraetschmer. "Rising Stars" ist ein Finanzierungsmodell des Klubs, bei dem Investoren am Erwerb und Verkauf von Spielern teilhaben. Dank des Margreitter-Transfers ist nun Geld für einen neuen Stürmer vorhanden. Fündig dürften die Wiener auch geworden sein. Peter Stöger wünschte sich schon vor Wochen Torjäger Philipp Hosiner von der Admira.
Austrias Sportvorstand Thomas Parits dementierte am Freitag noch den direkten Kontakt zum Verein. Über Umwege hat es aber bereits eine Anfrage gegeben, mit dem Spieler und dessen Berater sollen die Gespräche schon fortgeschrittener sein.
"Kein Schnäppchen"
Verhandelt muss nun die Ablösesumme für Hosiner werden, der Vertrag des 23-Jährigen läuft im Sommer 2013 aus. "Den Interessenten muss klar sein, dass ein Verlust so kurz vor dem Transferende entscheidend für unsere Saisonziele sein kann", sagt Admira-Vizepräsident Hans Werner Weiss, "ein Schnäppchen wird es daher nicht werden". Hosiner kommt in dieser Saison auf neun Tore in zehn Pflichtspielen und gehört zum erweiterten Teamkader.
In den Hintergrund gerückt ist ein wenig das Tagesgeschäft. Auf beide Klubs warten am Samstag (18.30 Uhr) angeschlagene Teams: Die Austria empfängt Innsbruck, die Admiraner reisen zu Sturm – mit Hosiner. Vielleicht zum letzten Mal.
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