Asiens Verband suspendiert Bin-Hammam

Ein Mann mit traditioneller Kopfbedeckung gestikuliert vor einer Flagge.
Der ehemalige Verbandspräsident wurde nach einer Kontenprüfung für vorläufig 30 Tage suspendiert.

Der ehemalige FIFA-Präsidentschaftskandidat Mohamed bin Hammam ist vom asiatischen Fußball-Verband für 30 Tage suspendiert worden. Wie der AFC in Kuala Lumpur mitteilte, hat die langwierige Prüfung von Verbandskonten neue Vorwürfe gegen den Ex-Präsidenten wegen finanziellen Fehlverhaltens ergeben. Demnach gab es Unregelmäßigkeiten "rund um Verhandlung und Abwicklung gewisser Verträge und finanzieller Transaktionen" mit seinen privaten Konten sowie denjenigen des AFC während Bin Hammams Zeit als Präsident des asiatischen Verbandes.

Bin Hammam bekämpft derzeit vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) eine lebenslange Sperre des Fußball-Weltverbandes ( FIFA). Die FIFA-Ethikkommission hatte einen versuchten Stimmenkauf durch Bin Hammam im Vorfeld der Präsidentenwahl des Weltverbandes Anfang Juni 2011 als erwiesen angesehen. Der Beschuldigte soll auf einer Sondersitzung des Karibischen Fußball-Verbandes (CFU) am 10. und 11. Mai in Trinidad und Tobago versucht haben, CFU-Funktionäre mit Geldgeschenken in Höhe von jeweils 40.000 Dollar zu bestechen.

Bin Hammam hat alle Vorwürfe der Bestechung wiederholt zurückgewiesen. Seine erste Suspendierung hatte er im August 2011 als politische Entscheidung bezeichnet. Bin Hammam ist ein früherer Vertrauter von FIFA-Boss Joseph Blatter, hatte sich später jedoch gegen den Schweizer gestellt.

Kommentare