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28.04.2018

Andrija Pavlovic: Neuer Rapid-Stürmer ist ein alter Bekannter

Zweiter Versuch nach 2016: Rapid steht knapp vor der Verpflichtung des 24-jährigen Serben vom FC Kopenhagen.

Am Freitag tummelten sich Hunderte Kinder im Prater. Die Stadt Wien hatte die Schulen zur Aktion „Athletics light“ eingeladen, um den Nachwuchs für Leichtathletik zu begeistern. Zwischen den Übungen rund um das Happel-Stadion waren auch die nebenan trainierenden Rapidler ein beliebtes Ziel.

Ebenfalls vor Ort waren ein bekannter Manager und sein Schützling. Das Reiseziel des groß gewachsenen Stürmers waren aber sicher nicht das Schul-Fest oder ein Autogramm eines Rapidlers. Vielmehr soll ein alter Bekannter die letzten Details mit dem neuen Verein klären.

Konkret geht es um Andrija Pavlovic und den bevorstehenden Transfer des 24-jährigen Serben zu Rapid. Sportdirektor Fredy Bickel will der KURIER-Beobachtung nicht widersprechen: „Ja, Andrija Pavlovic und sein Manager sind wegen Rapid nach Wien gekommen. Das brauche ich nicht mehr leugnen.“

Barisic-Kandidat

Der 1,89 Meter große Mittelstürmer war bereits vor genau zwei Jahren das große Transferziel der Hütteldorfer. Auf Wunsch des damaligen Trainers Zoran Barisic wurden Cukaricki 1,2 Millionen Ablöse geboten. Die Belgrader wollten mehr und bekamen von Kopenhagen schließlich zwei Millionen.

Joelintons Abschied

Nach dem Barisic-Rauswurf holte Sportdirektor Müller schließlich Joelinton für zwei Jahre per Leihe (und einer unleistbaren Kaufklausel um mehr als acht Millionen). „Jetzt ist zu befürchten, dass uns Joelinton verlassen muss. Deswegen sind wir auf Stürmersuche, und die soll bald beendet sein“, erklärt Bickel. Smail Prevljak war bekanntlich nicht zu bekommen, der Mattersburger wird den Vertrag bei Salzburg um vier Jahre verlängern.

„Wir sind neben Pavlovic aber auch noch mit ein, zwei anderen Kandidaten in guten Gesprächen. Es ist noch nichts fix“, sagt Bickel. Immerhin sind schon Transfers in letzter Sekunde geplatzt.

Dass Pavlovic noch einmal zum Rapid-Thema wurde, liegt an seiner Situation in Kopenhagen: Nach internen Streitigkeiten und sportlichen Enttäuschungen wurden der fünffache Teamspieler und der Ex-Sturm-Stratege Uros Matic auf die Transferliste gesetzt und nicht mehr aufgestellt. „Diese Umstände helfen uns bei der Finanzierung“, rechnet Bickel.

Gegen Pavlovic spricht, dass er aufgrund seiner Degradierung bereits im November 2017 das letzte seiner elf Saisontore erzielt hat. Für den körperlich starken Angreifer spricht, dass Barisic und die Scouts schon 2016 überzeugt waren, Pavlovic würde perfekt zum (unter Djuricin wieder ähnlichen) Spielstil von Rapid passen.

Verletzungssorgen

Der geplante Sturm auf Platz zwei wird hingegen von Personalsorgen gebremst: Galvãos Einsatz beim Hit in Graz ist äußerst fraglich. Auch Schobesberger, der bereits beim Cup-Fight um seine Auswechslung gebeten hatte, ist weiter angeschlagen. Für Joelinton kommt ein Comeback noch zu früh.