Sport | Fußball 16.04.2018

Alles entschieden: Wenn 20 Punkte im Abstiegskampf reichen

© Bild: APA/HERBERT NEUBAUER

Der schwache WAC wird vom noch schwächeren SKN St. Pölten gerettet. Aufsteiger LASK zieht es nach Europa.

Nach sieben Runden musste Trainer Jochen Fallmann beim SKN gehen. St. Pölten lag bereits neun Punkte hinter dem WAC und hoffte, mit Oliver Lederer die Wende zu schaffen. Einen weiteren Trainerwechsel später liegt der SKN nach 30 Runden immer noch zehn Zähler hinter dem Neunten. Obwohl die Wolfsberger ein enttäuschendes Frühjahr spielen und mit dem 1:2 in Altach die nächste Niederlage einstecken mussten.

Auch Didi Kühbauer ist es bislang nicht gelungen, den Tabellenletzten über 90 Minute zu stabilisieren. Nach dem 1:3 gegen den LASK, der mit drei Treffern in sieben Minuten alles klar machte, ist auch die letzte Hoffnung auf Platz neun dahin. „Wir müssen die individuellen Fehler abstellen. Sonst wird es nicht gehen“, meint Kühbauer.

Auf in die Relegation

Für die St. Pöltner zählt nur noch die Relegation. Oder eine Lizenzverweigerung der Bundesliga für Hartberg (wegen Infrastruktur-Problemen), dann würde die Relegation entfallen.

Im Lavanttal wird hingegen der billigste Klassenerhalt seit langer Zeit den Ärger über die schwächste Saison in der Bundesliga dämpfen. In den 23 Spielen seit dem ersten Trainerwechsel in St. Pölten reichte ein einziger Sieg (1:0 in Graz), um die Distanz in den Keller zu wahren. Siegesprämien in Heimspielen konnten seither komplett eingespart werden. Nur zehn Punkte wurden in acht Monaten geholt, ergibt insgesamt 20.

Zum Vergleich: Ried ist in der Vorsaison mit 35 Punkten abgestiegen, 42 Zähler hatte am Ende der WAC.

Auf nach Europa

FUSSBALL TIPICO BUNDESLIGA: SKN ST. PÖLTEN - LASK LINZ
© Bild: APA/HERBERT NEUBAUER

In ganz anderen Dimensionen bewegt sich der LASK nach acht Siegen in den zehn Spielen der Rückrunde. „Unser Ziel vor Saisonbeginn waren 50 Punkte – da ist nach nur 30 Runden der Deckel drauf. Es ist wirklich außergewöhnlich, was die Mannschaft im Frühjahr abliefert“, frohlockte Trainer Oliver Glasner über den fünften Sieg in Serie und insgesamt 51 Zähler.

Anders als geplant, kann sich der Aufsteiger mittlerweile mit der Europacup-Planung beschäftigen. „Das war kein Ziel. Wir werden aber nicht absichtlich verlieren, um wieder aus den Europacup-Rängen rauszufallen“, stellt Glasner klar.

( kurier.at ) Erstellt am 16.04.2018