Sport Fußball
12/05/2011

Alle Reaktionen zu den Samstagsspielen

Reaktionen zu den Bundesliga-Partien vom Samstag

AUSTRIA - STURM:

Karl Daxbacher (Austria-Trainer): "Sturm ist am Ende für die Passivität nach dem 1:0 bestraft worden. Wir waren die klar bessere Mannschaft, ständig am Drücker, haben versucht, das Spiel unbedingt umzudrehen, und am Ende verdient gewonnen. Mir war meine Mannschaft in der ersten Hälfte zu wenig aggressiv, zu wenig bissig, da wir immer versuchen, alles spielerisch zu lösen. Das war dann in der zweiten Hälfte besser, da habe ich doch die richtigen Worte in der Pause gefunden. Es ist natürlich schwer, wenn ein Gegner so tief steht, aber da muss man mit mehr Biss und Kampfgeist agieren. Michi Liendl hat eine schwere Zeit hinter sich, war manchmal gar nicht im Kader, das Tor tut ihm sicher gut."

Michael Liendl (Torschütze zum 1:1): "Wenn das nur immer so gehen würde. Es war bei meinem Tor sicher ein bisschen Glück dabei, aber ich bin froh, dass es mit dem Sieg noch geklappt hat. Nach meinem Tor ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen. Im Hinblick auf das Europa-League-Spiel in Malmö haben wir jetzt mehr Selbstvertrauen."

Franco Foda (Sturm-Trainer): "Leider haben wir am Ende 1:2 verloren. Meine Spieler haben bis zur 79. Minute sehr viel richtig gemacht und taktisch das umgesetzt, was wir besprochen haben. Ich habe junge Spieler in die Mannschaft eingebaut, die gezeigt haben, dass sie in der Bundesliga funktionieren. Wir haben gewusst, dass die Austria die individuelle Klasse besitzt und mehr Ballbesitz haben wird. Leider haben wir nach dem 1:0 den einen oder anderen Konter nicht fertig gespielt. Wir hatten es selbst in der Hand. Das 1:0 hat uns absolut in die Karten gespielt, denn wir konnten weiter aus einer kompakten Defensive agieren. Am Ende hat uns aber leider noch etwas die Kraft gefehlt, weil nur sehr wenige Spieler bisher auf diesem hohen Niveau gespielt haben."

In Sachen ÖFB-Teamchef gab Foda im Gespräch mit Sky zu Protokoll: "Es gibt nichts Neues. Fakt ist, dass mittlerweile vor drei Tagen ein Gespräch mit ÖFB-Präsident Windtner stattgefunden hat. Das war schon alles, mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Ich muss auch hier einmal festhalten, dass ich in Graz einen Vertrag bis 31.05.2012 habe, und ich bin keiner, der Verträge bricht. Ich bin Trainer von Sturm Graz, das ist im Moment Fakt. Wir haben bei Sturm genug zu tun. Wir haben bisher nicht so viele Punkte geholt, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir hatten viele Probleme in der Vorbereitung und mit Verletzungen. Ich habe gewusst, dass es sehr schwer wird, dass wir wieder unter die Top 4 kommen. Ich bin aber überzeugt, dass wir nach einer guten Vorbereitung im Winter wieder unter die Top 4 kommen und wieder international spielen."

Darko Bodul (Sturm-Torschütze): "Nach einer guten ersten Hälfte haben wir probiert, das 1:0 zu halten. Dass wir das am Ende so weggegeben haben, ist natürlich schade. Wir haben mit einer ganz jungen Mannschaft gespielt und konnten nicht 90 Minuten das Niveau halten. Das ist sehr schade. Hoffentlich kommen jetzt ein paar Spieler zurück, damit wir in der Europa League was machen."

INNSBRUCK - RAPID:

Walter Kogler (Innsbruck-Trainer): "Momentan haben wir eine schlechte Zeit, wir spielen nicht das, was wir können, und werden unter Wert geschlagen. Aber wir sind Schritt für Schritt in diese Situation reingekommen. Wir hatten zwei gute Heimspiele, haben die Punkte aber nicht gemacht. Momentan spielen wir zu Hause einfach schlecht - und dann läuft es momentan auch gegen uns. Vor dem Elfer wollten wir unbedingt wechseln, aber der Assistent hat das nicht zugelassen. Das sind alles Sachen, die nicht dazu beitragen, dass Ruhe in die Mannschaft kommt."

Alexander Hauser (Innsbruck-Außenverteidiger): "Im Spiel nach vorne sind wir derzeit total verunsichert, und hinten stehen wir momentan auch nicht gut, da wird jeder Fehler bestraft. Das ist zu wenig, um zu Hause gewinnen zu können. Irgendwas hemmt uns, ich weiß auch nicht was, es läuft eben nicht so. Jetzt heißt es die Ärmel aufkrempeln, damit wir da irgendwie rauskommen. Wir brauchen nicht vom oberen Mittelfeld reden, müssen jetzt nur schauen, dass wir punkten, punkten und punkten, damit wir mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben."

Peter Schöttel (Rapid-Trainer): "Ich bin jetzt sehr ruhig und entspannt, ich genieße den Erfolg. Wenn man auf dem Tivoli 3:0 gewinnt, dann ist das etwas Besonderes, das ist mir als Aktiver nicht gelungen. Die zwei Innenverteidiger Patocka und Soma haben heute einen ganz guten Job gemacht, das hat der ganzen Mannschaft Sicherheit gegeben."

Deni Alar (Rapid-Torschütze zum 3:0): "Wir haben von der ersten Sekunde an gut Fußball gespielt und souverän 3:0 gewonnen. Wir haben bisher immer viele Chancen in den Spielen gehabt, aber eben nicht entsprechend verwertet. Aber jetzt geht's wieder. Wir haben jetzt zwei Liga-Spiele gewonnen, sind auch im Cup souverän weitergekommen - so kann's weitergehen."

Anmerkung: Nach dem Match gab es eine ruhige Aussprache der Innsbruck-Spieler mit rund 50 Fans, die vor der Kabine gewartet hatten.

WR. NEUSTADT - RIED:

Peter Stöger (Wiener-Neustadt-Trainer): "Ich bin mit dem Unentschieden zufrieden. Die zweite Hälfte war die beste Hälfte, seit ich Trainer bei Wiener Neustadt bin. Wir haben im Training im organisatorischen Bereich viel gearbeitet, das konnte man auf dem Spielfeld sehen. Unsere vielen jungen Spieler müssen sich aber erst an die Bundesliga gewöhnen."

Mario Reiter (zweifacher Wiener-Neustadt-Torschütze): "Wir waren die spielerisch stärkere Mannschaft, das war vielleicht unsere beste Saisonleistung, daher sind wir ein bisschen enttäuscht. Zwei Gegentore daheim sind nicht wünschenswert, aber grundsätzlich können wir auf diese Leistung aufbauen."

Matthias Maak (Wiener-Neustadt-Spieler/Verursacher des Elfmeters): "Ich habe den Ball mit der Hand berührt, aber es war eine natürlich Handbewegung, daher war es für mich kein Strafstoß. Aufgrund der zweiten Hälfte hätten wir einen Sieg verdient gehabt."

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Ich kann mit dem Unentschieden gut leben. Wenn man in der 3. Minute ein Gegentor bekommt, ist das für das Spiel nicht sehr förderlich. Ich muss meiner Mannschaft hoch anrechnen, dass sie trotz des früheren Rückstands immer nach vorne gespielt hat. Ab der 60. Minute war es ein sehr gutes Spiel auf Augenhöhe, beide hätten gewinnen können. Mit den jungen Spielern ist die Stabilität noch nicht so gegeben."

Stefan Lexa (Ried-Torschütze): "Ich hätte noch gern weitergespielt, aber der Trainer hat so entschieden, im Nachhinein ist es okay. Wir haben die ersten Minuten total verpennt, erst ab der 25. sind wir besser geworden. Dann hatten wir ganz gute Angriffe, aber nach dem 2:2 war wieder Hektik drin. Wir hätten den Ball länger in den eigenen Reihen halten müssen, haben aber zu viele Fehlpässe produziert. Ein Sieg wäre ein guter Abschluss des Viertels gewesen, jetzt müssen wir eben im zweiten Viertel mehr Spiele gewinnen."

KAPFENBERG - MATTERSBURG:

Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): "Es war klar, dass es eine Schnittpartie wird. Es hat sich eine Verunsicherung eingeschlichen vor der Pause, die Abwehr hat aber gut dagegengehalten. Heute zählen nur die drei Punkte. Meine Mannschaft hat sich mit der kämpferischen Leistung den Sieg verdient, auch wenn er glücklich war. Es ist das Glück, das jetzt zu uns zurückkommt."

David Sencar (Kapfenberg-Kapitän): "Es war ein sehr schweres Spiel, aber wir waren dem Druck gewachsen. Wir haben phasenweise gut gespielt, aber das ist noch lange nicht das, was wir uns vornehmen." Zum Abseits-Tor von Ordos: "Anscheinend haben wir auch einmal Glück, aber es ist natürlich bitter für die Mattersburger. Ich hoffe, dass wir jetzt wieder mit Selbstvertrauen spielen und noch mehr zeigen."

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Wir waren die klar bessere Mannschaft. Was man der Mannschaft vorwerfen muss, ist, dass wir im Angriff zu viele Chancen verschleudert haben. Dass sich das so rächt, ist bitter. Der Schiedsrichter hat ab er das Seinige zu dieser Niederlage beigetragen. Wir sind freigegeben zum Abschuss. Die Rote Karte und das Tor waren Fehlentscheidungen. Uns ist nicht der Respekt entgegengebracht worden, den wir uns verdient haben. Wir spielen schon jahrelang in der Bundesliga. Die Summe der Nichtigkeiten, die immer wieder gegen uns gepfiffen wird ... das macht ja keinen Spaß. Das zieht sich wie ein roter Faden durch. Wir müssen drüber nachdenken, ob wir in dieser Richtung mit den Verantwortlichen Herren Gespräche führen. Es reicht."

Harald Lechner (Schiedsrichter): Zum Ordos-Tor: "Wir sind nach Ansicht der TV-Bilder zum Schluss gekommen, das der Oberkörper leicht vorne war. Wir stehen zu unserem Fehler. Das ist sehr ärgerlich." Zur Roten Karte gegen Mörz: "Ich bleibe bei der Entscheidung. Es war ein grobes Foul. Mörz hat den Gegner übermäßig hart attackiert."

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