Alaba: "Haben Schritte nach vorne gemacht"
Während sich Europas Fußball-Elite dieser Tage auf den Weg in die Ukraine und nach Polen macht, treten Österreichs Team-Kicker den Urlaub an. Nach dem Trainingslager in Seefeld und den beiden Länderspielen in Innsbruck (3:2 gegen die Ukraine, 0:0 gegen Rumänien) blicken
Marc Janko und Co. vorsichtig optimistisch in die nahe Zukunft, in der die Qualifikation für die
WM 2014 in Brasilien im Fokus steht.
Marko Arnautovic war beim 3:2 gegen die Ukraine mit zwei Treffern der gefeierte Matchwinner. Gegen die Rumänen zeigte der Deutschland-Legionär am Dienstag großen Einsatz, kam aber offensiv nicht so gut zur Geltung. Dennoch meinte Arnautovic, der vor der Pause elfmeterreif gefoult wurde, nach Schlusspfiff: "Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, ein besseres als gegen die Ukraine. Am Ende hat nur die Belohnung gefehlt, das Tor und der Sieg." Für Arnautovic waren die Tage in Seefeld "wirklich geil". "Ich bin stolz drauf, dass wir so gefightet und so zusammengehalten haben."
"Motor runterfahren und Batterien aufladen"
David Alaba gestand, nun urlaubsreif zu sein. Der Jungstar von Bayern München wird nun einmal einige ruhige Tage in seiner Heimat Wien verbringen. Beim 0:0 gegen die Rumänen störte Alaba ebenfalls die Chancenauswertung. "Wir hatten genügend Chancen. Das Glück hat gefehlt, vielleicht aber auch ein bisschen der Nachdruck."
Für den 19-Jährigen zeigt die ÖFB-Kurve deutlich nach oben: "Man hat gesehen, dass wir Schritte nach vorne gemacht haben in diesen zwei Wochen. Wir haben gut und hart gearbeitet. Ich hoffe, es geht so weiter."
Sebastian Prödl sah die Rumänien-Partie nur von der Ersatzbank aus, blickte aber ebenfalls auf ein gelungenes Teamcamp zurück: "Man hat deutlich gesehen, dass alle an diesem Projekt
WM 2014 teilhaben wollen. Es sind ein paar sehr positive Schritte zu sehen. Diese gilt es weiter zu verfolgen, wir müssen uns weiter verbessern." Prödl wird nun mit ein paar Freunden in Italien urlauben, "den Motor runterfahren und die Batterien aufladen".
Janko steigt auf die Euphoriebremse
Kapitän Janko war gegen die Rumänen (einmal mehr) nicht ganz fit und wurde von Teamchef Marcel Koller in der Pause für Patrick Bürger ausgetauscht. "Wir waren wieder einmal das bessere Team, haben diese Überlegenheit aber trotz 80 Prozent Ballbesitz nicht in Tore umgemünzt", ärgerte sich Janko. Die Arbeit im Trainingslager lobte Janko "in höchsten Tönen".
Der Portugal-Legionär rief aber gleichzeitig zu Realismus auf: "Es ist angebracht, etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen. Es waren zwei positive Länderspiele. Ich sehe es aber nicht so euphorisch wie einige andere. Wir müssen jetzt gegen die Türkei (15. August Testspiel in
Wien, Anm.) nachlegen. Und wirklich zählen tut es dann erst in der
WM-Qualifikation."
-
Spielbericht
-
Reaktion
-
Hauptartikel
Kommentare