Alaba fehlt gegen Deutschland
Ihr erstes Spiel in der Königsklasse hatten die Bayern, bei denen Österreichs Shooting-Star David Alaba nach seinem Mittelfußknochenbruch auf ein baldiges Comeback zusteuert, zu Hause gegen Valencia mit 2:1 gewonnen.
Neun Legionäre aus der Deutschen Bundesliga hat Teamchef
Marcel Koller für das
Länderspiel gegen Deutschland nominiert. Aber es war die Nummer 10, die bei der Bekanntgabe des 23-Mann-Kaders interessierte: David Alaba fehlt gegen Deutschland. Am 20. Juli hat sich der Bayern-Jungstar im Testspiel gegen Neapel einen Ermüdungsbruch zugezogen.
Koller hat sich bei den Bayern erkundigt. "Er trägt teils noch seinen Spezialschuh und trainiert noch nicht mit der Mannschaft", sagte Koller. "Er soll das Spiel gegen Deutschland vergessen und sich auf Kasachstan konzentrieren." Auch David Alaba selbst will nichts überstürzen. "Ich bin mit Teamchef Koller und dem FC Bayern übereingekommen, dass es besser ist, das Deutschland-Spiel auszulassen", sagt der 20-Jährige, der "natürlich enttäuscht" ist. "Aber die
WM-Qualifikation dauert noch lange, ich werde alles dafür geben, um im Oktober dabei zu sein."
Adieu
Für den Abschiedsbrief von Deutschland-Legionär Nummer 11,
Paul Scharner, fand Koller noch letzte Worte: "Er wollte einen fixen Platz auf dem Rasen. Wenn er diesen nicht bekommt, ist er nicht bereit zu helfen. Und er wollte die Konsequenzen dieses Briefes tragen." Die Konsequenz ist für den 32-jährigen Innenverteidiger des Hamburger SV, dass er nicht mehr im ÖFB-Team spielen wird.
Marcel Koller änderte gegenüber dem Spiel gegen die Türkei nicht viel, er vertraut dem Großteil jenes Aufgebots, das er für das Spiel gegen die Türkei am 15. August nominiert hatte.
Neu im Aufgebot – an Stelle von Paul Scharner – ist Verteidiger Franz Schiemer von Meister Salzburg. "Ich habe mit ihm gesprochen. Er hat am Samstag nicht gespielt, weil er angeschlagen war. Wenn er am Wochenende spielen kann, kommt er zum Team. Wenn nicht, haben wir ja noch Verteidiger auf der Abrufliste." Das sind der Austrianer Manuel Ortlechner und der Salzburger Martin Hinteregger.
Wiedersehen
Marko Arnautovic war für das Türkei-Länderspiel nominiert. Der Bremer war aber damals noch nicht ganz fit und sagte ab. An seiner Stelle hatte Koller Okotie nachberufen. Diesmal sind die Vorzeichen anders: Okotie ist verletzt und daher nicht im Kader. Arnautovic hingegen ist wieder fit und voller Tatendrang. "Das Spiel Dortmund gegen Bremen habe ich nicht gesehen", sagte Koller. "Noch nicht." Er wird dabei einen engagierten Arnautovic entdecken. Koller: "Das wollen sie ja in Bremen von ihm. Nicht ein, zwei Spiele, sondern konstant über eine Saison. Bei uns war er immer voll bei der Sache."
Nicht im Kader ist erstmals seit drei Länderspielen Marcel Sabitzer. Der 18-Jährige steht wie seine zwei Admira-Teamkollegen Windbichler und Schwab im U-21-Kader von Teamchef Werner Gregoritsch für die EM-Qualifikationsspiele gegen die Niederlande (7. September, Tilburg, 18 Uhr) und Schottland (10. September, Altach, 18.30 Uhr). Sabitzer findet sich aber auch auf der Abrufliste für das A-Team.
Die Vorbereitung auf das Spiel gegen
Deutschland beginnt am 3. September, dann wird auch die Verlängerung des Vertrags mit Teamsponsor Raiffeisen präsentiert. Etwas mehr Zeit als Koller lässt sich Deutschlands Teamchef Joachim Löw, der seinen Kader erst am Donnerstag bekannt gibt. Deutschland beginnt mit der
WM-Qualifikation dafür bereits am 7. September gegen die Färöer-Inseln.
-
Hauptartikel
-
Hintergrund
Kommentare