Alaba: "Es ist nicht immer einfach"
Dienstagvormittag, der KURIER erreicht
David Alaba am Tag vor dem Rückspiel im Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid am Telefon. Der 19-jährige Wiener wird am Mittwoch in der Königsklasse wieder Österreichs Farben hochhalten.
KURIER: Hallo Herr Alaba, sind Sie schon in Madrid?
David Alaba: Nein, noch zu Hause in München. Ich werf` mich grad in Schale und zieh` meinen Bayern-Anzug an. Wir fliegen zu Mittag weg.
Haben Sie den Sieg von Real über Barcelona am Samstag mitverfolgt?
Nur zum Teil, weil wir ja erst von unserem Bundesligaspiel in Bremen heimgekommen sind. Stark, wie Real gespielt hat, neue Erkenntnisse gibt es kaum. Sie haben einfach noch einmal gezeigt, welch großes Team sie sind.
Bei der nächsten Gelben Karte wären Sie – so wie sechs Ihrer Bayern-Kollegen – in einem möglichen Finale gesperrt. Wie gehen Sie damit um?
Es ist schon klar, dass wir das im Hinterkopf haben und dass diese Situation nicht einfach ist. Wir dürfen uns davon aber nicht ablenken lassen, sondern müssen alles dafür tun, um ins Finale zu kommen. Schon letzte Woche im Hinspiel ist es uns gelungen, gut mit dieser Situation umzugehen. Da waren bereits fünf von uns vorbelastet, und trotzdem ist jetzt im Rückspiel keiner gesperrt. Dazu kommt, dass auch bei Real vier Spieler vorbelastet sind.
Sie spielen erstmals im Estadio Bernabéu. Werden Sie dort auch so cool auftreten wie letzte Woche?
Das hoffe ich doch. Wir wissen, was uns dort erwartet. Die Stimmung wird sehr heiß sein bei dieser Kulisse, aber es sind auch viele Bayern-Fans aus München dabei. Alles in Allem erwartet uns dort einfach ein sehr schönes Spiel.
Wie schaffen Sie es trotz Ihrer erst 19 Jahre, immer so abgebrüht und nicht nervös zu sein?
Ich versuche, mich nicht verrückt machen zu lassen. Ich konzentrier mich auf das Wesentliche und bereite mich gut vor. Ich weiß, dass das jetzt sehr einfach klingt. Ich muss aber gestehen, dass es das nicht immer ist.
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