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Sport | Fußball
05/23/2019

Ärger bei Israel: Dabbur sagt Herzog für EM-Quali ab

Israel muss in den nächsten beiden Qualifikationsspielen auf seinen Stürmer verzichten. Schuld ist eine Hochzeit.

In knapp zwei Wochen geht die EM-Qualifikation in die nächste Runde. Bei Israel mit Teamchef Andreas Herzog, die am 7. und 10. Juni in Lettland und Polen gefordert sind, sorgt nun Stürmer Munas Dabbur für Ärger. Wie die Kronen Zeitung berichtet, wird der künftige Ex-Salzburger bei beiden Spielen fehlen. Der Grund: Dabbur heiratet, die Feierlichkeiten sollen schon seit einem Jahr geplant sein und sich über mehrere Tage erstrecken. 

Für Herzog und das israelische Team ein herber Rückschlag. "Das ist nicht akzeptabel, aber wir werden das erst im Juni besprechen", zeigt sich Willi Ruttensteiner verärgert, "Wir haben alles probiert, können es aber nicht ändern." Dabbur absolvierte bislang 15 Einsätze für das israelische Nationalteam und erzielte dabei vier Tore.

Kein Ausschluss

Dass Dabbur nun gar nicht mehr für die israelische Auswahl berücksichtigt wird, kommt für Ruttensteiner nicht infrage. "Das ist überhaupt kein Thema. Er ist eine Riesenpersönlichkeit, ein Vorbild und hat für die Nationalmannschaft immer alles gegeben."

ABSCHLUSS-TRAINING DES ISRAEL-TEAMS IN HAIFA: RUTTENSTEINER

Für Ruttensteiner ist es zudem ein Déjà-vu. Bereits vor zwei Jahren, als er noch für den ÖFB tätig war, gab es eine vergleichbare Situation. Damals hatte Andreas Ulmer - der zu diesem Zeitpunkt nur auf Abruf bereit stand - dem ÖFB-Team und Marcel Koller abgesagt, weil er seine Freundin heiratete. Danach spielte er in den Plänen des Trainers keine Rolle mehr.