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Sport Fußball
05/06/2012

Admira verschärft Austria-Krise

Nach einer 3:0-Führung muss die Admira noch zittern, bringt aber ein 3:2 über die Zeit.

Stille. Nichts als Stille vom harten Kern der Fans von Austria Wien. Lauter kann ein Protest nicht ausfallen. Ein paar Transparente hatten die Anhänger der Favoritner beim Auswärtsspiel bei Aufsteiger Admira mitgebracht: So etwa ein mahnendes für die Mannschaft und ein drohendes für Trainer Ivica Vastic.

Dabei startete die Austria solide in dieses richtungsweisende Spiel um Platz drei gegen die bis dahin punktgleichen Niederösterreicher. Gleich nach wenigen Spielminuten musste Admira-Tormann Tischler vor einem Eigentor retten. Doch die anfängliche Drangperiode bescherte den Admiranern das, was sie am liebsten haben: freie Spielflächen.

Admira-Express

Als Gorgon sich in Minute 15 viel zu leicht den Ball abluchsen lässt, startet der Admira-Express: Auer – Benjamin Sulimani – Ouedraogo. Besser kann man einen Konter nicht ausführen – 1:0.

Überfallsartig verflüchtigten sich die Austria-Fans aus ihrem Sektor – und mit ihnen das ohnehin schon angekratzte Selbstvertrauen bei ihren Spielern.

Was in den Minuten bis zum Pausenpfiff folgte, war ein Lehrspiel des Aufsteigers. Als Referenz durfte immer noch jener 3:0-Auswärtssieg der Austria im Herbst gelten, der die 13 Spiele andauernde Serie ohne Niederlage der Admira beendet hatte.

Doch was die Austria damals ausgezeichnet hatte und der Klub seit Wochen vermissen lässt, hatten diesmal die Admiraner: Leidenschaft und Laufbereitschaft, Struktur und überraschende Momente.

Nach dem Eigentor von Margreitter (23.) drohte der Austria ein Debakel. Vor allem, weil Admira-Routinier Jezek, der kurz vor einer Vertragsverlängerung in der Südstadt steht, mit dem Treffer zum 3:0 (61.) die Partie zu entscheiden schien.

Die Polizeibeamten hatten sich indes an der Seitenlinie formiert, um etwaige Ausschreitungen der wütenden Austria-Fans im Keim zu ersticken.

Sturmlauf

Wie aus dem Nichts und unter tatkräftiger Unterstützung der Admiraner wurde den Austrianern Leben eingehaucht: Nach dem Anschlusstreffer von Joker Nr. 1 Linz (69.) lässt Tormann Tischler einen völlig ungefährlichen Ball aus – Liendl, Joker Nr. 2, verwertet (70.). Roland Linz hätte die Austria im Finish noch im Alleingang zum Sieg schießen können. Der Stürmer schoss einmal übers Tor, dann köpfelte er an das Lattenkreuz. Es reichte nicht.

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